Basketball: Löwen haben neuen Geschäftsführer

Was lange währt, wird hoffentlich gut. Die Basketball Löwen Braunschweig haben einen neuen Geschäftsführer. Gestern stellte die GmbH Sebastian Schmidt der Öffentlichkeit vor. Vor allem eine Aufgabe soll der noch bis September in Diensten des Volleyball-Rekordmeisters VfB Friedrichshafen stehende Manager mit Bravour erledigen – die enttäuschenden Zuschauerzahlen bei den Heimspielen der Löwen wieder in angemessene Höhen zu führen.

Dass ihm das gelingt, davon ist Aufsichtsratschef Paul Anfang von BS ENERGY überzeugt. Schmidt ist im Basketball kein Unbekannter. Vier Jahre lang war der 32-jährige Sportmanager bei Basketball-Zweitligist Dragons Rhöndorf, wo sein Engagement wegen unterschiedlicher strategischer Ansätze beendet wurde. Sein Abitur machte Schmidt am Basketballinternat Schloss Hagerhof. Also, im Grunde ist der Volleyball-Mann eher ein Basketballer.

So schön die Vorschusslorbeeren des Paul Anfang sind, Sebastian Schmidt wird Zeit benötigen, sich in die Strukturen der Region einzuarbeiten. Die Braunschweiger sind ja nicht gerade als extrem offen verschrien. Somit dürften bis Ende des Jahres noch keine gravierenden Verbesserungen eintreten. Auf jeden Fall bringt der dynamische, sympathische Mann alles mit, um der keinesfalls leichten Aufgabe gerecht zu werden. Auch in Friedrichshafen kämpfte er mit kleinen Zuschauerzahlen. Dort bekam er das in den Griff, der Schnitt stieg um über 400 Zuschauer.

Schmidts Vorgänger Stefan Schwope hatte im Frühjahr seinen Rückzug verkündet. Ihm gelang es nicht, weitere Sponsorengelder in namhafter Höhe zu akquirieren und die Zuschauerzahlen nachhaltig zu steigern.