Basketball Löwen mit gelungener Generalprobe vor eigener Kulisse

Braunschweig. Mit dem BK Decin stellte sich sechs Tage vor dem Start in die neue Basketball-Bundesliga Saison 2017/18 der tschechische Vizemeister vor 870 Zuschauern in der VW-Halle vor. Schon nach kurzer Zeit war klar, ein echter Härtetest wird das heute nicht, zu deutlich dominierten die Löwen ihren Gegner in jedem Viertel und gewannen souverän mit 101:60 (60:32).

In der „Starting-Five“ standen Jarekious Bradley, DeAndre Lansdowne, Zygimantas Janavicius, Bazoumana Koné und Scott Eatherton. Alles Namen, an die sich der eingefleischte Löwen-Fan erst einmal wieder gewöhnen muss. So war auch die Hallenmoderation im Zusammenspiel mit den „Braunschweiger Supporters“ noch nicht auf die neuen Akteure eingestimmt. Aber zu dem Testspiel, das auf die Stufe der Generalprobe gehoben worden war, fanden sich auch noch nicht alle Basketball-Interessierten aus der Region ein. Am kommenden Freitag, den 29. September zum Liga-Auftaktspiel gegen die Eisbären Bremerhaven um 20.30 Uhr wird die Zuschauerzahl und die Resonanz sehr viel größer sein. Das neue Ambiente mit den abgehängten Kurvenbereichen und dem „gedrehten“ Spielfeld (Teambänke und Kampfgericht befinden sich nun auf der Gegengeraden vor den Blöcken 110 bis 112) soll der Heimatmosphäre dienlich werden. Die Zuschauer können unmittelbarer und näher am Spielfeld sein, so dass sich die Emotionen und Reaktionen des Teams besser auf die Kulisse übertragen können.

Mit Tim Schwartz, Thomas Klepeisz und den Doppel-Lizenz-Spielern Luis Figge, Constantin Ebert und Tom Alte gab es aber auch einen Stamm von Spielern aus der letzten Saison zu sehen, die ihren Weg weiter mit den Löwen gehen möchten. Mit Anthony Morse konnte zudem ein physischer und athletischer Spieler hinzugewonnen werden, der seine Stärken in Brettnähe und beim Rebounding sowie in der Verteidigung hat. „Er wird Scott Eatherton auf der Center-Position Entlastung geben und kann auch auf der Power Forward-Position spielen“, beschrieb Frank Menz den Neuzugang.

Im Spiel waren die Löwen schnell und punkteten hochprozentig. Bereits nach 5:23 Minuten hatten sie sich eine Neun-Punkte-Führung (21:12) erspielt. Besonders Bazoumana Koné und Scott Eatherton harmonierten und zeigten sichere Würfe. Aber auch Zygimantas Janavicius und Thomas Klepeisz legten gut auf und verwandelten ihre Dreier. Besonders sprunggewaltig und mit guter Antizipation blockte Jarekious Bradley kurz nachdem er selbst auch einen Dreier verwandeln konnte. Nach dem ersten Viertel führten die Löwen mit 32:20.

Im zweiten Viertel verletzte sich Bazoumana Koné nach einem Zusammenstoß mit einem Gegenspieler am Oberschenkel und konnte nicht wieder eingesetzt werden. Das Pass- und Kombinationsspiel wirkte schon wesentlich abgestimmter und organisierter als zum gleichen Zeitpunkt in der letzten Saison. Tim Schwartz verwertete seine Dreier, nachdem er jeweils gut frei gespielt worden war. So wurde auch das zweite Viertel sicher mit 28:12 gewonnen, so dass das Spiel zur Pause schon mit 60:32 vorentschieden war.

Löwen-Chefcoach Frank Menz konnte so Spielzeiten an alle Akteure relativ gleichmäßig verteilen. Am Ende hatte Luis Figge mit 24:54 Minuten den höchsten Zeitanteil. Das Spiel wurde auch im dritten Viertel und im abschließenden Viertel sicher beherrscht, so dass am Ende sogar die 100er-Marke geknackt wurde.

Basketball Löwen Braunschweig (Punkte / Rebounds / Assists)

Bradley (19 / 9 /2), Ebert (4 /0 /2), Figge (5 /3 /2), Lansdowne (7/1/2), Janavicius (3/4/6), Klepeisz (6/1/6), Alte (4/8/2), Schwartz (12/5/1), Morse (13/9/1), Koné (7/1/1), Eatherton (21/3/0)