Bruno Labbadia ist ab sofort neuer Cheftrainer des VfL Wolfsburg

Wolfsburg. Am Vormittag einigte sich der VfL mit dem 52-Jährigen auf eine Zusammenarbeit bis Sommer 2019. „Wir freuen uns sehr, dass wir Bruno Labbadia für den VfL gewinnen konnten. Jetzt müssen wir alle nach vorne schauen und unsere Aufgaben mit Ruhe und Geschlossenheit angehen“, betont VfL-Geschäftsführer Dr. Tim Schumacher. Sportdirektor Olaf Rebbe: „Bruno Labbadia ist ein sehr erfahrener Trainer, der seine Qualitäten in der Bundesliga schon mehrfach unter Beweis gestellt hat.“

Bruno Labbadia hat bereits um 16 Uhr das Nachmittagstraining geleitet. „Ich fühle mich gut und ausgeruht und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit meiner neuen Mannschaft“, so Labbadia. Der ehemalige Bundesliga-Topstürmer hat in seiner Trainerkarriere bislang unter anderem bei Bayer Leverkusen, dem VfB Stuttgart und dem Hamburger SV gearbeitet.
Am Freitagabend um 20.30 Uhr beim FSV Mainz 05 hat der neue VfL-Cheftrainer seine erste Bewährungschance. Was wird dem Ballbesitzfußball unter Andries Jonker und dem angedachten Umschaltfußball von Martin Schmidt folgen?
Martin Schmidt brachte auf den Platz was Rang und Namen hatte, scheiterte letztendlich aber doch an den VfL-Strukturen und der Selbstgefälligkeit einiger Akteure. Symptomatisch der „euphorische Jubel“ der VfL-Akteure nach dem frühen Führungstreffer gegen die Münchener Bayern bei der 1:2-Niederlage am 23.Spieltag. Es schien als nahmen sie die Situation eher zur Kenntnis. So nach dem Motto „wir wissen, dass wir es drauf haben“, dürfen aber jetzt wieder „nur“ gegen den Ball agieren und verteidigen. Es schien, als wären einige Spieler mit der taktischen Ausrichtung gegen den rotierenden Rekordmeister nicht zufrieden gewesen. Nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass ein siegreiches Spiel sechs Tage später gegen den FSV Mainz 05 sicherlich anders hätte ausgerichtet sein müssen. Der offensive Plan wäre anders gewesen und wurde vom scheidenden Trainer schonungslos angesprochen. Bei unter 25 Prozent Ballbesitz müssen die wenigen Umschaltmomente klar und präzise ausgespielt werden, damit waren die Wölfe überfordert oder nicht ausreichend vorbereitet.

Es bleibt abzuwarten, ob es Bruno Labbadia gelingen wird, in sehr kurzer Zeit einen tragbaren Matchplan zu entwickeln, um beim aufstrebenden FSV Mainz 05 erfolgreich zu sein.