Das bringt Ruhe und Zuversicht – VfL gewinnt in Frankfurt

Frankfurt. Der VfL Wolfsburg blieb ohne Gegentor und holte durch einen Treffer von Daniel Didavi die ersten Punkte in der neuen Spielzeit. Vor 46.000 Zuschauern in der Commerzbank-Arena zeigten die Wölfe eine vorbildliche kämpferische Leistung und überzeugten durch Willenskraft. Die Eintracht aus Frankfurt stemmte sich bis zum Schluss gegen diese Heimniederlage musste aber letztendlich konstatieren, dass der VfL als Einheit überzeugte und mit dem notwendigen Spielglück nicht unverdient die Punkte entführte.

VfL-Cheftrainer Andries Jonker musste und wollte seine Startelf im Vergleich zum missglückten Auftaktspiel gegen Borussia Dortmund verändern. Mit Maximilian Arnold, Josuha Guilavogui, Landry Dimata und Neuzugang Marcel Tisserand rückten vier Spieler in die Anfangsformation, die auch die taktische Ausrichtung des VfL nominell defensiver veränderten.

In einer zerfahrenen Anfangsviertelstunde mit vielen Fouls auf beiden Seiten wurde schon deutlich, dass die Punkte heute nur über die Einstellung und die Zweikämpfe zu gewinnen waren.

In der Druckphase der Eintracht traf der VfL in der 22. Minute, nachdem die Frankfurter durch Gacinovic und Haller beste Chancen ausgelassen hatten. Letzterer traf mit einem wuchtigen Kopfball den Innenpfosten. Der VfL machte es besser, Josuha Guilavogui hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt und passte auf Daniel Didavi, der schneller als seine Gegenspieler zum umjubelten Führungstreffer abschließen konnte. In der 25. Minute fast der Doppelschlag, aber Landry Dimatas Abschluss wurde vom Frankfurter Keeper Hradecky entschärft.

In der 29. Minute wirkten sich die technischen Neuerungen positiv für den VfL aus. Der Video-Assistent hatte erkannt, dass dem Foul von Ignacio Camacho an Kevin-Prince Boateng eine Abseitsstellung voranging, so dass der Schiedsrichter seinen Elfmeterpfiff zurücknahm. Kurz vor dem Pausenpfiff trafen die Frankfurter erneut Aluminium als Gacinovic Koen Casteels überlupfte, der Ball aber gegen die Querlatte knallte. Es war nicht der Tag der Frankfurter Eintracht!

Nach dem Wechsel verdiente sich der VfL zunehmend die Punkte und hatte durchaus die Möglichkeit die Führung auszubauen. Dennoch lag der Fokus eindeutig auf der Defensive, die am heutigen Tage ausschlaggebend für den Erfolg war. Somit kann man von einem perfekten Einstand des kurzfristigen Neuzugangs Marcel Tisserand sprechen, der aufgrund des Ausfalls von John-Anthony Brooks zusätzlich verpflichtet wurde und gleich in der Anfangsformation Berücksichtigung fand.

Vor der Länderspielpause sollte nun die notwendige Ruhe einkehren, damit auch die letzten personellen Entscheidungen vor dem Schließen der Transferperiode am 31. August getroffen werden können. Immer wieder wird offen über den Wunsch gesprochen, einen weiteren Flügelspieler zu verpflichten. Das heutige Spiel hat aber auch eine taktische Flexibilität des Teams gezeigt, so dass möglicherweise auch die Entwicklung einzelner Akteure erstmal abgewartet werden könnte.

Am Samstag, den 09. September, wenn die Wölfe Hannover 96 um 15.30 Uhr zum Niedersachsen-Derby empfangen, werden wir wissen wie sich die VfL-Verantwortlichen entschieden haben. 

Zahlen und Fakten zum Spiel:

Eintracht Frankfurt: Hradecky – Abraham, Hasebe, Falette – Chandler, Fernandes (65. Hrgota), Willems (78. Tawatha) – de Guzman (72. da Costa), Gacinovic – Haller, K.-P. Boateng

VfL Wolfsburg: Casteels – Tisserand, Camacho, Knoche (78. Uduokhai) – Verhaegh, Gerhardt – Guilavogui, Arnold – Dimata (51. Bazoer), Didavi (72. Malli) – Gomez

Tor: 0:1 Didavi (22.)

Gelbe Karten: Chandler, Fernandes, Hrgota / Bazoer

Zuschauer: 46.000 am Samstagnachmittag in der Commerzbank-Arena

Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach a.d. Pegnitz)