Eintracht: Eintracht uns St. Pauli trennen sich 0:0

FC St. Pauli gegen Eintracht Braunschweig, das ist selten langweilig. Am 26. Spieltag von Liga zwei trafen die Traditionsklubs am Millerntor aufeinander. Doch diesmal wollte kein Tor fallen und so trennte man sich letztlich leistungsgerecht 0:0. 29.645 Zuschauer (ausverkauft) sahen dabei eine Begegnung, die zwar intensiv, spielerisch aber bestenfalls Durchschnitt darstellte. Pauli ist jetzt auf Tabellenplatz neun, Eintracht Braunschweig 13.

Eintrachts Trainer Torsten Lieberknecht musste seine Startelf auf drei Positionen ändern. Ken Reichel verletzt, Alfons Teigl verletzt, Kumbela verletzt. Dafür rückten Kijewski, Bulut und Hofmann in die Startformation. Und die Löwen machten gleich ernst. In der dritten Minute zog Nyman im Strafraum der Gastgeber trocken ab, Torwart Himmelmann war aber auf dem Posten konnte mit einem Reflex und einem Fuß noch abwehren. Streng genommen die einzige echte Chance der ersten 45 Minuten, wenn man Sahins kläglich gescheiterten Verusch, Fejzic zu überwinden, nicht mitrechnet (35.)

Mit zunehmender Dauer wurde die Partie immer schlechter. Auf dem schweren Geläuf taten sich beide Mannschaften schwer, ein zwingendes Spiel aufzubauen. Zwar kam kurz vor der Pause wieder so  etwas wie Dynamik auf, richtig warm wurde aber weder dem einen noch dem anderen Anhang.

Halbzeitstand 0:0

Wie in Durchgang eins hatten die Gäste die erste Chance. Abdullahis strammer Schuss aus knapp zwanzig Metern Entfernung landete nur am linken Pfosten. Ein Weckschuss für Pauli. Das Spiel jetzt deutlich spannender. Es ging hin und her. In der 62. Minute dann kurz Schockstarre für die Löwen, doch Schiedsrichter Allagui hatte genau aufgepasst und gesehen, dass sich Allagui bei der Ballabgabe hauchdünn im Abseits befand  und das Tor annullierte. Glück für die Löwen, Pech für die Kiez-Kicker.

Die hätten in der 73. Minjte durch einen Schuss von Bouhaddouz in Führung gehen können, doch diesmal war es Eintrachts Keeper Fejzic, der auf dem Posten war. Den folgenden Eckstoß köpfte dann Allagui aus spitzem Winkel knapp neben das Tor. Die größte Chance des Spiels hatte dann aber ein Braunschweiger Spieler. In der 82. Minute landete nach herrlichem Doppelpass Abdullahis Schuss erneut am Pfosten, diesmal aber am rechten. 

Bereits Mitte der zweiten Halbzeit reifte wohl bei Eintrachts Coach die Erkenntnis, dass es hier und heute wohl nicht für einen Sieg reichen könnte. In der 67. Minute wechselte er Samson für Stürmer Hofmann ein, der erneut nicht überzeugen konnte und in der 80. Minute kam Schönfeld für Nymann.

Letztlich ist das Unentschieden für beide Mannschaften gerecht. Pauli hatte deutlich mehr vom Spiel, die besseren Chancen hatte jedoch die Eintracht, die ansonsten dem Geschehen eher hinter her lief. Doch Gerechtigkeit hilft nicht immer weiter. Es bleibt eng in Liga zwei. Oben ist das weniger dramatisch, unten jedoch sehr. Nicht einmal der Tabellenfünfte aus Sandhausen darf davon ausgehen, dass er definitiv nichts mit dem Abstieg zu tun haben dürfte (auch wenn das unwahrscheinlich ist). 

Eintracht Braunschweig ist auf Platz 13 nur vier Punkte vom Relegationsplatz entfernt. In der kommenden Partie (Sonntag, 18.3.) empfangen die Löwen den MSV Duisburg, seines Zeichens Tabellenfünfter mit bereits fünf Siegen in fremden Arenen. Und die Zebras haben die Hoffnung auf Rang drei sicherlich noch nicht begraben, bis dahin sind es auch nur vier Punkte. Es bleibt spannend in Liga zwei. Das ist mal sicher.

 

 

Ein Gedanke zu „Eintracht: Eintracht uns St. Pauli trennen sich 0:0

  • 11. März 2018 um 20:20
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    Ich glaube, Eintracht verhindert den Abstieg, aber mehr ist diese Saison nicht drin. Wiird Zeit für einen Neuanfang.

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