Eintracht gewinnt 3:0 gegen Greuther Fürth

„Nur“ 18.785 Zuschauer kamen am 7. Spieltag der 2. Liga zum Treffen der Frustrierten. Der Tabellenneunte Eintracht Braunschweig erwartete den Tabellenvorletzten Fürth. Die kamen allerdings mit der Empfehlung, wenige Tage zuvor den Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf bezwungen zu haben. Doch das half den Kleeblättern nicht. Zu harmlos in der Offensive, zu schwach in der Defensive. So hatten die Löwen letztlich ein einfaches Spiel. Vielleicht bringt der zweite Sieg aber so viel Selbstbewusstsein, dass in den kommenden Partien auch das erneut vermisste spielerische Element zurückkehrt. Doch jetzt zählen nur Punkte. Die hat die Mannschaft eingefahren und damit alles richtig gemacht. Eintracht begann die Partie mit einer Änderung zum Berlin-Spiel. Statt Abdullahi stand diesmal Yildirim in der Startelf. Fürth hingegen begann wie gegen Düsseldorf. Zwanzig Minuten lang beäugten sich beide Teams argwöhnisch. Zwar hatte die Eintracht nach zwei Minuten eine gute Aktion, doch Hernandez und Yildirim nutzten die Gelegenheit nicht. Die erste nennenswerte Aktion erst in der 19. Minute. Urplötzlich erhob Block 9 die Stimme und ließ für eine Minute alt-bekannte Stimmung aufkommen. Doch das sollte wohl nur Zeichen sein. Aber es zeigte Wirkung.

Fans wollen nicht als Kunden gesehen werden
Fans wollen nicht als Kunden gesehen werden

In der 23. Minute passte Hernandez steil in die Mitte zu Nyman. Der enteilte seinem Gegenspieler und verwandelte cool zum 1:0. Fürth zeigte sich beeindruckt und diesmal setzte die Eintracht nach. Nur fünf Minuten später fightete sich Reichel auf der linken Seite zweimal durch, passte parallel zur Grundlinie in die Mitte, wo Baffo nur noch den Fuß hinhalten musste – 2:0. Effizienter geht es nicht. Wie sehr das Spiel ansonsten zwischen den Strafräumen dahin dümpelte belegt die Tatsache, dass erst in der 40. Minute die erste Ecke zu vermelden war. Mit 2:0 ging es in die Pause.

2. Halbzeit

Durchgang zwei begann wie Durchgang eins – unspektakulär und Fehlpässe auf beiden Seiten. Ab der 55. Minute dann die beste Phase von Yildirim. Technisch brillant versetzte er zwei Fürther. Doch leider wussten die Braunschweiger mit der Möglichkeit nichts anzufangen. Und die Gäste? Bemüht, aber das war es dann auch.

Auch die Einwechselungen von Moll für Yildirim in der 69. Minute und Kumbela für Nyman blieben vorerst ohne wesentliche Wirkung. In der 77. Minute hatt Hernandez das 3:0 auf dem Fuß, doch sein satter Schuss aus der linken Strafraumecke konnte Gäste-Keeper Megyeri gerade noch zur Ecke klären.

3:0 Kumbela

Aber zwei Minuten später die endgültigen Entscheidung. Moll hatte sich den Ball im Mittelfeld geholt und startete durch die gegnerische Hälfte. Zum richtigen Zeitpunkt passe er auf den rechts mitgelaufenen Kumbela, der aus 13 Metern eiskalt vollstreckte.

Auf Seiten der Eintracht wussten Valsvik, Nyman und Khelifi zu überzeugen, während Boland einen eher schwachen Tag erwischte. Doch letztlich ist diese Analyse ohne Wert. Nicht für Schönspielerei gibt es Punkte, sondern ausschließlich dafür, mindestens ein Tor mehr als der Gegner zu erzielen. Gegen enttäuschende Fürther war das an diesem Abend eine eher einfache Aufgabe. Nur das zählt. Aktuell ist Eintracht Tabellensiebter mit drei Punkten Rückstand auf Platz zwei, aber jetzt fünf Punkte Abstand zum Relegationsplatz.

Am Samstag tritt Eintracht bei Jahn Regensburg an. Die einzige Mannschaft, die vor eigenem Publikum noch keinen Punkt geholt und nur ein Tor erzielt hat. Das liest sich einfach, aber wir wissen ja, in Liga 2 kann jeder jeden schlagen. Aber wer weiß das besser als Torsten Lieberknecht?

Stimmen zum Spiel

Damir Buric und Torsten Lieberknecht:

Özkan Yildirim:

Salim Khelifi: