Eintracht mit Nullnummer beim MSV Duisburg

Braunschweig. Vor 13.800 Zuschauern spielte Eintracht Braunschweig am zehnten Spieltag im Schauinsland-Stadion beim MSV Duisburg. Nach 90 ereignisarmen Minuten endete die Partie am Freitagabend mit 0:0. Beide Mannschaften waren vornehmlich auf die defensive Stabilität konzentriert und ließen eine größere Risikobereitschaft vermissen. Damit wahrte Eintracht den Abstand zum MSV Duisburg, muss sich demnächst aber mehr an den unteren Regionen der Zweitligatabelle orientieren.

Der Löwen-Coach Torsten Lieberknecht hatte seine Startformation auf drei Positionen gegenüber der St. Pauli-Niederlage verändert. Für Niko Kijewski rückte erstmals nach seiner Verletzung wieder Steve Breitkreuz in die defensive Dreierkette. Auf der rechten Außenposition bekam Robin Becker den Vorzug vor Jan Hochscheidt, der auf der Bank Platz nehmen musste. Für den verletzten Domi Kumbela (Haarriss) rückte Özkan Yildirim – wie von vielen gefordert – in die Startelf. Das taktische Korsett blieb allerdings das gleiche, so dass Suleiman Abdullahi für Domi Kumbela in die Zentrale rückte.

Auf Seiten des MSV Duisburg gab es ein Wiedersehen mit zwei Ex-Löwen. Daniel Divari kam als Torhüter nicht zum Einsatz, aber Kingsley Onuegbu war als Sturmspitze 90 Minuten im Einsatz. Doch es war, um es vorweg zu nehmen, kein Spiel für die Stürmer, da beide Mannschaften nach den jüngsten Erfahrungen ( MSV 14 Gegentore in den letzten vier Spielen – Eintracht Kräfteverschleiß nach 60 Minuten im letzten Heimspiel) in erster Linie darauf bedacht waren, Fehler zu vermeiden und dem Gegner möglichst wenig Räume und Umschaltsituationen anzubieten.

In der siebten Minute versuchte der Meidricher Kapitän Kevin Wolze im Rücken der Eintracht-Abwehr Kingsley Onuegbu anzuspielen und ein Schnellhardt-Schuss (18.) versetzte Joseph Baffo einen kurzfristigen Knockout, Löwe-Steve Breitkreuz brachte einen Kopfball auf das gegnerische Gehäuse (14.), doch wirkliche Torgefahr ging von diesen Aktionen nicht aus. Die einzige wirkliche brenzlige Situation entstand nach einem Foul von Quirin Moll auf der halbrechten Seite, als Kevin Wolze mit links den Ball um die Mauer drehte und Jasmin Fejzic den Ball gerade noch an den Pfosten lenken konnte (27.). Eintracht kam zu keinen nennenswerten Möglichkeiten, da es auch an der Feinabstimmung der eigenen Offensivkräfte mangelte. Ein Schuss von Quirin Moll brachte eine Ecke, die wiederum der MSV nur stümperhaft verteidigte, aber Gustav Valsvik konnte die Vorlage von Onel Hernandez aus acht Metern nicht verwerten (42.). Für das Spiel symptomatisch schlug er ein Luftloch und ließ die Löwen weiterhin auf einen eigenen Treffer warten.

Der MSV kam schwungvoll aus der Kabine und startete mit zwei Torabschlüssen (46. Tashchy-Kopfball und 48. Souza-Schuss) in die zweite Halbzeit. Es war jetzt mehr Tempo im Spiel. Suleiman Abdullahi traf nach Pass von Joseph Baffo das Außennetz. Nach 64 Minuten dann der Doppelwechsel um möglicherweise mit frischen Spielern – positionsgleich getauscht – zum Erfolg zu kommen. Die zuvor noch verletzten Christoffer Nyman und Hendrik Zuck gaben ihr Comeback. Doch auch mit ihnen wurde es kein Feuerwerk, wenngleich Christoffer Nyman gleich nach seiner Einwechselung eine gute Tormöglichkeit (67.) hatte. Doch außer taktischen Fouls von Seiten des MSV Duisburg (69.,73.), die bestrebt waren Eintracht-Chancen schon in der Entstehung zu unterbinden, gab es für die Zuschauer nichts mehr zu erleben. Beide ergaben sich in ihr Schicksal, dass an diesem Abend nicht mehr zu holen war.

Mit dem Blick auf die Tabelle bedeutet das, dass die erwartete Situation für den MSV Duisburg eingetreten ist und sie Punkte gegen den Abstieg sammeln und für die Eintracht heißt es nun, unbedingt im nächsten Heimspiel gegen den VfL Bochum (Samstag, 21.Oktober 13.00 Uhr), nicht endgültig den Kontakt in die obere Tabellenregion abreißen zu lassen.

Fakten und Zahlen zum Spiel:

MSV Duisburg
Flekken – Hajri, Nauber, Bomheuer,  Wolze, Fröde, Stoppelkamp, Schnellhardt (90. +2 Daschner), Souza (77. Engin), Onuegbu Tashchy (79. Iljutcenko)

Eintacht Braunschweig
Fejzic – Becker, Breitkreuz, Baffo, Valsvik, Reichel, Samson, Moll, Hernandez (64. Zuck), Yildirim (83. Biada), Abdullahi (64. Nyman)

Tore
Fehlanzeige

Zuschauer
13.800