Eintracht nach 0:0 in Sandhausen Tabellenzwölfter

Nach einer sehr mageren Zweitligapartie in Sandhausen, die nach 93. Minuten mit einem letztlich gerechten 0:0 endete, klettert die Eintracht aus Braunschweig auf den zwölften Tabellenplatz. Allerdings bleibt der Punktabstand zum Relegationsplatz gleich, da Fürth seine Partie gegen Dresden mit 1:0 gewann. Dennoch dürfen die Braunschweiger mit dem Ergebnis zufrieden sein, ist doch der SV Sandhausen die heimstärkste Mannschaft von Liga 2.

Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht schickte im Vergleich zur Niederlage gegen Kaiserslauter ein Elf auf den Platz, die auf drei Positionen Änderungen auswies. Für den schwachen Nkansah spielte Teigl auf der rechten Verteidigerposition. Sein Platz im Mittelfeld übernahm Moll. Für den ebenfalls schwachen, aber aktuell auch verletzten, Schönfeld kam Bulut. Und für den gegen Kaiserslautern doch arg enttäuschenden Hofmann rückte Nyman in die Startformation.

Einen roten Faden vermissten die Braunschweiger Fans dennoch. Zwar hatten die Gäste in der ersten Viertelstunde mehr vom Spiel, aber der SV kam immer besser rein. In der 13. Minute hatte der Tabellensechste die erste echte Chance durch Förster. In der 18. Minute hatten die SV-Fans den Torschrein schon auf den Lippen, doch Linsmayers Schuss strich knapp am Tor vorbei. Und die Eintracht?

Die hatte eine gute Chance. In der 34. Minute klärte die SV-Abwehr einen Valsvik-Kopfball vor die Füße von Kumbela. Dessen Schuss landete jedoch am Pfosten. Mehr hatten die Gäste nicht zu bieten und gingen zufrieden in die Kabine.

Zerfahren und ohne Qualität

Nach dem wenig unterhaltsamen Kick in Hälfte eins, hofften die Zuschauer auf mehr Qualität und Tore. Doch sie wurden auf ganzer Linie enttäuscht. Weder der SV noch die Eintracht schalteten einen Gang höher. Fehlpässe, ideenlos und wenig inspiriert spielten die Kontrahenten einen lauen Kick herunter.

Von den Gästen ist bis auf den Wechsel von Tingager für den wieder besseren Hochscheidt nichts Entscheidendes zu vermelden. Der SV hatte zwar noch drei Mini-Chancen, doch die Bezeichnung Chance wird den Gegebenheiten  nicht wirklich gerecht.

Fazit

Für die Eintracht ist das Unentschieden definitiv ein akzeptables Ergebnis, für den SV eher eine Niederlage. Mit einem Sieg hätte man bis auf zwei Punkte auf den dritten Platz aufschließen können. Fehlanzeige!

Die Löwen empfangen am kommenden Sonntag um 13.30 Uhr Union Berlin, aktuell Tabellenachter. Spiele gegen die Eisernen haben es oft in sich. Man darf gespannt sein, ob es der Eintracht gelingt, endlich einen Weg aus der Krise herauszufinden. Verlieren sie, dürfte es mit der Ruhe schon wieder vorbei sein. Es bleibt dramatisch, so viel dürfte schon einmal klar sein.

Text: Thomas Schnelle/Bjarne Voges