Endlich, der VfL kann noch gewinnen – Freiburger schwach

Wolfsburg. Am zwölften Spieltag der laufenden Bundesliga-Saison gewann der VfL Wolfsburg vor 23.744 Zuschauern in der heimischen VW-Arena mit 3:1 (2:0) gegen den SC Freiburg und landete damit den langersehnten ersten Punktspielsieg unter ihrem Cheftrainer Martin Schmidt.

Die Startelf überraschte. VfL-Chefcoach Martin Schmidt setzte Divock Origi auf die Bank und brachte im Vergleich zum Spiel gegen Hertha BSC Yannick Gerhardt auf der rechten Seite.

Gleich in der ersten Minute hätte eine Flanke von Janik Haberer den VfL-Torwart fast überrascht, aber Koen Casteels war auf dem Posten. Die Breisgauer überboten sich in der Folge an Harmlosigkeit, so dass diese Situation die einzige Torchance in Hälfte Eins bleiben sollte. Die Wölfe hingegen übernahmen die Spielkontrolle und gingen durch Yannick Gerhardt schon in der dritten Spielminute in Führung. Einen weiten Ball von Marcel Tisserand konnte Mario Gomez behaupten und auf Yunus Malli bringen. Dieser setzte zum Dribbling an, sah den einlaufenden Daniel Didavi, so dass der Ball perfekt vor das Tor gespielt werden konnte. Yannick Gerhardt war indes gedankenschneller als sein Gegenspieler und vollendete. Der Freiburger Matchplan war hinfällig. Es schien als wollten sie in einem kompakten 4-1-4-1 möglichst lange ohne Gegentor bleiben. Diese Taktik blieb bestehen und der VfL verwaltete die frühe Führung.

Das Spiel verflachte und die Zuschauer quittierten die einsetzende Ideenlosigkeit mit ungeduldigen Pfiffen. Bis zur 25. Minute war außer mehreren Rück- und Querpässen nicht mehr viel zu sehen. Man könnte auch sagen, sie legten sich den Gegner zurecht und warteten auf die sich bietenden Möglichkeiten. Diese kam in der 29. Minute als die Freiburger per unnötigem Rückpass Mario Gomez bedienten. Er setzte Daniel Didavi ein, der auf den völlig freistehenden Yunus Malli passte. Dieser bedankte sich mit dem 2:0. Eine leistungsgerechte Führung gegen sich schon vorher ergebende Freiburger, die in dieser Verfassung ein Abstiegskandidat sein dürften.

Nach der Pause große Chancen zur Vorentscheidung. Doch selbst eine 5:2-Überzahlsituation reichte nicht aus (53.), um das Spiel zu entscheiden. Didavi und Gomez scheiterten in aussichtsreichen Positionen. Auch ein Gewaltschuss von Gomez (56.) auf Vorlage von Tisserand verfehlte sein Ziel. Erst in der 65. und 66. Minute die ersten Torschüsse vom SC Freiburg nach zwei Ecken, die durch eine gewisse Passivität der Wölfe entstanden waren. Dadurch entstand auch der Anschlusstreffer, denn drei Wolfsburger konnten Bartosz Kapustka (68.) nicht am Schuss aus halbrechter Position hindern. Doch ernsthafte Angst vor einem weiteren Remis kam nicht auf. Postwendend reagierten die Wölfe und stellten nach Vorlage von Gerhardt von der rechten Seite durch Yunus Malli (70.) den alten Abstand wieder her. Die Breisgauer hatten noch einige wenige Chancen, doch der Sieg der Wölfe geriet nicht mehr in Gefahr.

Zahlen und Fakten zum Spiel:

VfL Wolfsburg: Casteels – Verhaegh, Brooks, Knoche, Tisserand – Guilavogui, Arnold, Malli (90.+4 Bazoer), Didavi (87. Origi), Gerhardt – Gomez

SC Freiburg: Schwolow – Koch, Schuster (80. Terrazino), Kempf – Stenzel, Günter, Höfler, Kath (77. Ravet), Haberer, Guede (53. Kapustka) – Petersen

Tore: 1:0 Gerhardt (3.), 2:0 Malli (29.), 2:1 Kapustka (68.), 3:1 Malli (70.)

Gelbe Karten: Tisserand / Koch, Kath

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)

Zuschauer: 23.744 am Samstagnachmittag in der Volkswagen Arena