Kirchturmsanierung in Lehre

Stiller die Glocken nicht klingen. In der evangelischen Kirchengemeinde „Zum Heiligen Kreuz“ schweigen die Glocken. Auch am Heiligen Abend in diesem Jahr. Doch was ein wenig unvorstellbar klingt, hat einen profanen Hintergrund. Der Kirchturm muss saniert werden. Und dafür werden die drei Glocken demontiert.

Fünfzehn Jahre lang hat die Gemeinde fleißig gesammelt, um ihren Kirchturm vor dem Verfall zu retten. Jetzt haben die Arbeiten begonnen und werden noch bis Frühjahr 2018 andauern. Der Vorsitzende des Kirchenvorstand, Wolf-Dieter Hoppe: „Endlich ist es soweit!“. Insgesamt steuert die Gemeinde 82.000 Euro zu den Kosten in Höhe von rund 450.000 Euro bei. Die Hälfte der Eigenbeteiligung stammt aus Spenden. „Natürlich hat der eine oder andere schon nachgefragt, wann es denn endlich losginge“, so Hoppe.

Und es ist unausweichlich, dass die Glocken demontiert werden müssen. Die werden für die Dauer der Arbeiten in der Kirche gelagert. Bei Hochzeiten, Trauerfällen und für die Weihnachtszeit muss Lehre nun auf das Geläut der gusseisernen Glocken verzichten. Pfarrer Jonas Stark: „Wir bedauern das sehr, denn das gehört doch zu einer aktiven Gemeinde dazu. Aber wir müssen natürlich auch auf die Sicherheit der Kirchgänger achten.“

Noch ungeklärt ist der Sachverhalt, ob das Dach des Turms neu eingedeckt werden muss. Hier spielt der Denkmalschutz eine große Rolle. Sind die alten Dachziegel noch intakt, dann könnte die Optik der Kirche erhalten bleiben, sind sie es nicht, wird neu eingedeckt.

In der September-Ausgabe des Lehrscher Boten berichten wir detailliert zum Projekt. Vielleicht gibt es bis dahin bereits neue Erkenntnisse.