Klönschnack fand kein ruhiges Ende

Weit vor dem Krach nach Mitternacht trafen sich beim Völkenroder Klönschnack (v.l.)Michael Voltmer, 1. Vorsitzender der Kulturgemeinschaft Völkenrode, Frank Graffstedt, Bezirksbürgermeister und William Labitzke, stellvertretender Vorsitzender der Kulturgemeinschaft.

Samstag gab es eine Neuauflage des „Völkenroder Klönschnacks“. Eine Erfolgsgeschichte, fand diese Veranstaltung doch nunmehr zum 12. Mal statt. Organisiert von der Evangelischen Kirchengemeinde und der Kulturgemeinschaft Völkenrode. Ort der Handlung, wie alle zwei Jahre, der Kirchgang und Kirchgarten.

Vor der Kirche, in Nähe zum Pfarrhaus, war – ebenfalls wie immer – die Bühne aufgebaut. Tagsüber hatten hier, nach dem Gottesdienst zum Beginn der Veranstaltung, mehrere Musikgruppen und andere Völkenroder Vereine ihren Auftritt, abends dann ging die Party ab. Der DJ spielte auf, die Stimmung war prima und man fand kein Ende. Bis knapp vor 1:30 Uhr dröhnten die Bässe. Pastor Andreas Hahn, der sich bereits ins Pfarrhaus zurückgezogen hatte, ging das zu weit. Er forderte Michael Voltmer, den 1. Vorsitzenden der Kulturgemeinschaft, per Mailbox-Telefonat mit deutlichen Worten auf, Konsequenzen aus dem nächtlichen Krach zu ziehen und teilte mit, dass er seinerseits Konsequenzen aus dieser Ruhestörung zur nachtschlafenden Zeit ziehen würde. Krisenstimmung war angesagt.

Der Grund für die Beschwerde sicher berechtigt, die Vorgehensweise der aufgebrachten Stimmung geschuldet. Fazit: Alsbald Ruhe am Veranstaltungsort. Und Funkstille zwischen Kirche und Kulturgemeinschaft? War es das jetzt mit dem Klönschnack in Völkenrode? Die Gerüchteküche brodelt.

Aber wir können beruhigen: Am Sonntag trafen sich Pastor Hahn und Michael Voltmer zu einer Aussprache. „Niemand will wirklich eine Trennung“, so Voltmer. Er meint weiter: „Pastor Hahns Befürchtung war, dass die Nichteinhaltung der Ruhephase auf die Kirche zurückfällt. Den Klönschnack wolle er nicht verhindern, da er auch ein Gewinn für die Kirche sei. Waren seine Worte zuvor auch gewaltig, in der Sache gab und gebe ich ihm recht. Wir wissen beide voneinander, wie wir funktionieren. Das hilft uns immer wieder, zueinander zu finden. Im Ganzen“, meint Voltmer, „wird diese, man muss schon sagen, Explosion einen Fortschritt bringen. Auf der nächsten Besprechung der Klönschnack-Veranstalter wird es unter allen Teilnehmenden eine Aussprache geben, um Schwelbrände gar nicht erst aufkommen zu lassen.“

Nach diesem Klönschmack der beiden Verantwortlichen für diese beliebte Veranstaltung, dürfen alle Völkenroder also die Hoffnung hegen, dass in zwei Jahren wieder ein „Völkenroder Klönschnack“ stattfindet. Vielleicht wäre es gut, dem dann agierenden DJ von vornherein einen klaren zeitlichen Schluss-Strich anzuzeigen. Weil, Musik wird störend oft empfunden, weil sie mit Geräusch verbunden!

Wir werden in der kommenden Rundschau-Ausgabe weiter über den Klönschnack berichten.