Labbadia-Debüt endete mit dem dreizehnten Unentschieden

Mainz. Im Freitagabendspiel am 24. Spieltag vor 25.173 Zuschauern waren die Wölfe durch ein Tor von Josip Brekalo (6.) in der Opel-Arena in Führung gegangen. Dennoch reichte es beim Tabellensechzehnten aus Mainz wieder nicht zum erhofften Sieg, da die Gastgeber noch vor der Pause durch Yoshinori Muto (44.) ausgleichen konnten.

Die Grün-Weißen starteten unter ihrem neuen Cheftrainer Bruno Labbadia mit kleineren Veränderungen in die Partie beim Tabellensechzehnten FSV Mainz 05. In diesem wichtigen Kellerduell schenkte der neue Coach William das Vertrauen auf der linken Seite der Viererkette. Rechts spielte Mannschaftskapitän Paul Verhaegh für den verletzten Sebastian Jung. Auf die Position von Maximilian Arnold (Gelbsperre) rückte erstmals wieder Riechedly Bazoer, der zwar unter Andries Jonker nicht aber unter Martin Schmidt Berücksichtigung gefunden hatte. Das taktische System blieb im 4-2-3-1 ebenfalls unverändert. Auf der rechten Offensivposition bekam Josip Brekalo den Vorzug vor Renato Steffen.

Auf der Gegenseite starteten zwei ehemalige Eintracht-Spieler Emil Berggreen und Gerrit Holtmann von Beginn an. FSV-Coach Sandro Schwarz hatte seine Elf im Vergleich zum 2:0-Sieg in der Vorwoche in Berlin nur auf einer Position verändert. Für Alexander Hack verteidigte Abdou Diallo.

Die Wölfe starteten furios und energisch gegen aggressive Mainzer. Beide Teams hatten sich für diese Begegnung viel vorgenommen. Die Mainzer wollten ihren positiven Trend bestätigen und die Wölfe wollten sich unter ihrem neuen Cheftrainer profilieren. Schon nach sechs Minuten durften die Gäste aus der VW-Stadt jubeln. Yunus Malli hatte den Ball auf dem linken Flügel in die Tiefe gespielt, William flankte auf Josip Brekalo, der den Ball erst zu verstolpern schien, ihn dann aber unter die Latte ins Mainzer Gehäuse drosch (6.). Die Mainzer wirkten beeindruckt. Ein Kopfball von Josuha Guilavogui nach einer Ecke klatschte gegen die Querlatte (11.). Das wäre der Traumstart gewesen, aber auch so war die frühe Führung verdient.

Doch die Mainzer zeigten Moral und wären nach Ablage von Emil Berggreen auf Robin Quaison und dessen Dribbling fast zum Ausgleich gekommen (14.). Doch Koen Casteels vereitelte die erste gute Möglichkeit der Gastgeber. Danny Latza (25.) aus spitzem Winkel setzte ein weiteres Zeichen, dennoch zeigten sich die Wölfe stabil und gewannen über 60 Prozent ihrer Zweikämpfe.

Kurz vor der Pause allerdings der Rückschlag nach einem Ballverlust von Riechedly Bazoer startete Gerrit Holtmann auf der linken Seite durch und passte auf den eingewechselten Yoshinori Muto, der per Direktschuss ins lange Eck zum 1:1 (44.) verwandelte.

Die zweite Halbzeit begann zerfahren, beide Teams rieben sich auf, ohne offensive Akzente zu kreieren. In der 63. Minute schickte Josip Brekalo den umtriebigen Yunus Malli frei Richtung Mainzer Gehäuse. Doch dieser vergab diese überragende Chance und schoss flach am Tor vorbei. VfL-Coach Bruno Labbadia brachte mit Renato Steffen und Admir Mehmedi in der Schlussphase frische Offensivkräfte, doch die großen Torraumszenen blieben aus. In der 84. Minute landete eine Flanke von Daniel Didavi am Pfosten, weil sich FSV-Keeper Robin Zentner verschätzte. In der Nachspielzeit sogar noch einmal Glück für den VfL, dass es trotz mehr Ballbesitz und besserer Zweikampfquote beim Punktgewinn blieb. Der eingewechselte Mainzer Pablo De Blasis schoss aus der zweiten Reihe, doch Anthony Ujah konnte den zurückprallenden abgefälschten Ball nicht mehr verwandeln. So blieb es beim leistungsgerechten Remis, das beiden Teams nur bedingt weiterhilft.

Die Wölfe erwarten im nächsten Heimspiel am 3. März um 15.30 Uhr die Spitzenmannschaft Bayer 04 Leverkusen.

Zahlen und Fakten zum Spiel:

1. FSV Mainz 05: Zentner – Balogun, Bell, Diallo – Donati, Holtmann – S. Serdar (78. De Blasis), Gbamin, Latza – Berggreen (40. Muto), Quaison (87. Ujah)

VfL Wolfsburg: Casteels – Verhaegh, Bruma, Knoche, William – Guilavogui, Bazoer – Brekalo (83. Mehmedi), Didavi, Malli (76. Steffen) – Origi

Tore: 0:1 Brekalo (6.), 1:1 Muto (44.)

Gelbe Karten: – / –

Zuschauer: 25.173 am Freitagabend in der Opel-Arena

Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)