Löwen chancenlos gegen Serienmeister Brose Bamberg

Braunschweig. Die Basketball Löwen konnten nach dem Auswärtssieg am Donnerstag in Erfurt im Heimspiel gegen die favorisierten Bamberger sportlich kein weiteres Ausrufezeichen setzen. Sie verloren das Spiel mit 68:94 (29:44). Der Zuschauerzuspruch war zur großen Freude der Verantwortlichen mit 3025 sehr gut.

Im ersten Viertel sah die Saison-Rekordkulisse ein sehr umkämpftes Spiel, bei dem beide Teams eine starke Defensivleistung anboten. Allerdings schafften die Löwen es nur mit einer deutlich höheren Foulbelastung, so dass den Bambergern zehn Freiwürfe zugesprochen wurden, die sie auch hochprozentig nutzten. Ansonsten hätten die Löwen auch mit einigen Punkten führen können. Im zweiten Viertel brachten die Bamberger ihren Neuzugang Dorell Wright mehr ins Spiel. Er wurde erst noch kurzfristig nachverpflichtet und kommt mit der Erfahrung von über 500 NBA-Spielen. Mit welcher Leichtigkeit und feinen Wurftechnik er innerhalb kurzer Zeit das Spiel deutlich zu Gunsten der Gäste beeinflusste war beeindruckend. Die Löwen indes hatten es schwer, Lösungen gegen die Defensive der Bamberger zu finden. Bazou Koné konnte sich durch seine individuelle Schnelligkeit auszeichnen und lieferte einige feine Korbleger.

Mit zunehmenden Spielverlauf war deutlich zu erkennen, dass die Bamberger, die unter der Woche auch in Belgrad angetreten waren, einen wesentlich tiefer besetzten Kader besitzen. Der Kräfteverschleiss war bei ihnen nicht so deutlich erkennbar. Die Löwen bäumten sich immer wieder auf und konnten letztendlich den Rückstand unter 30 Punkten halten.

Viel wichtiger war der Sieg (92:87) am Donnerstag bei den Oettinger Rockets in Erfurt gewesen. Das nächste Heimspiel haben die Löwen nun erst wieder am 2.Dezember um 18.00 Uhr gegen die EWE Baskets Oldenburg. Zuvor treten sie noch in Ulm (Samstag, 11.November) und zum Niedersachsenderby in Göttingen (Samstag, den 18.November) an.

Viertel im Überblick: 16:17, 13:27, 20:29, 19:21;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig):
„Es war das erwartet schwere Spiel, gegen eine der besten Mannschaften nicht nur Deutschlands, sondern in Europa. Es gibt Dinge, die wir nicht beeinflussen können, zum Beispiel wie ernst Bamberg dieses Spiel nimmt. Wir wussten vorher, dass es extrem schwer wird, wenn sie ernst machen. Und das haben sie heute gemacht. Trotzdem hatten wir unsere Chancen. Wir haben versucht schnell nach vorne zu spielen. Wir hatten im zweiten Viertel drei, vier offene Würfe von der Dreierlinie, aber leider nicht getroffen. Sonst wären wir vielleicht mit einem knapperen Ergebnis in die Halbzeit gegangen. Aber wir haben das Ziel in der Liga zu bleiben und da müssen wir andere Gegner schlagen. Es freut uns, dass heute über 3000 Zuschauer in der Halle waren. Denen haben wir gezeigt, dass wir fighten und alles geben, mehr war aber heute nicht drin. Im nächsten Heimspiel sind die Chancen deutlich größer zu gewinnen, vielleicht ja auch schon im nächsten Spiel auswärts in Ulm.“

Andrea Trinchieri (Brose Bamberg): „Wir haben einiges von Braunschweig erwartet. Sie spielen ein soliden, effektiven Basketball und aggressive Transition. Also waren wir konzentriert und haben die Minuten gut aufgeteilt. Wie haben kontrolliert gespielt, jeder Spieler hat seine Aufgabe erfüllt. Wir haben unseren Gameplan umgesetzt und ich konnte viel durchwechseln. Es ist sehr hart nach 48 Stunden schon wieder zu spielen, aber wir waren heute in der Lage genau das zu tun, was nötig war um das Spiel zu gewinnen.“

Basketball Löwen Braunschweig:
Bradley 7, Nawrocki 3, Ebert, Lansdowne 4 (3 Assists), Janavicius 8 (3 Assists), Klepeisz 8, Alte, Schwartz 3, Morse 12 (8 Rebounds), Koné 11, Eatherton 12, Lagerpusch n.e.

Brose Bamberg:
Hickman 16, Wright 20, Zisis 2, Nikolic 7, Staiger 9, Mitrovic 13 (6 Rebounds, 4 Assists), Lo 10 (4 Assists), Olinde 3, Rubit 8 (8 Rebounds), Müller, Heckmann, Radosevic 6.