Löwen entscheiden Heimspiel gegen Ulm im vierten Viertel

Braunschweig. Vor 2.507 Zuschauern in der VW-Halle bezwangen die Basketball-Löwen den Playoff-Anwärter aus Ulm mit 80:73 (33:37) und feierten damit den sechsten Sieg im siebten Heimspiel 2018. Bester Punktesammler war am heutigen Tage Nemanja Jaramaz mit 20 Punkten, der neben DeAndré Lansdowne und Scott Eatherton (jeweils 16 Punkte) vor allem im Abschlussviertel entscheidenden Anteil am Sieg hatte.

Der Anfang des Spiels

Die Löwen starteten gut mit 4:0, dennoch agierten sie fahrig mit leichten Fehlern und wirkten nach der Niederlage in Würzburg auf heimischem Parkett ungewohnt verunsichert. Mit einem 13-0-Lauf gingen die Ulmer in Führung und hatten in Katin Reinhardt (10 von 20 Punkten im ersten Viertel) ihren überragenden Akteur. Scott Eatherton war hingegen noch gar nicht im Spiel und entwickelte seinen Double-Double (16 Punkte, 14 Rebounds) erst in den folgenden Vierteln.

Allein acht von zwölf Ballverlusten (Turnover) unterliefen den Löwen im ersten Viertel. Da waren sie mit einem Rückstand von 15:22 noch gut bedient. Im zweiten Viertel stabilisierten sie sich und schafften es, die Ulmer besser zu verteidigen. Die eigenen Ballverluste wurden reduziert und die Ulmer zu schwierigeren Würfen gezwungen. Dennoch blieb der Rückstand bestehen, da auch die Würfe vom Perimeter von Thommy Klepeisz und Tim Schwartz nicht trafen.

Nach der Halbzeit kommt die Führung

Nach der Halbzeit sahen die Zuschauer nach einem Dunking von Scott Eatherton die Löwen endlich wieder beim 46:45 in Führung. Die Löwen hatten nun endgültig wieder die Fühlung und den Glauben an einen weiteren Heimsieg, da von Seiten der Gäste auch immer seltener ein überzeugender Angriffsvortrag kam. Nationalspieler Per Günther blieb erstaunlich blass und übernahm auch zum Ende der Partie keine Verantwortung. Ganz im Gegenteil Nemanja Jaramaz, der sein bestes Spiel im Löwen-Trikot bestritt und mit 14 Punkten im Abschlussviertel zum Matchwinner wurde. Aber auch Thommy Klepeisz, der nicht seinen besten Tag erwischt hatte, steuerte wichtige sieben Punkte in diesem Viertel bei und setzte zum 58:54 mit seinen ersten drei Punkten (Korb+Freiwurf) ein wichtiges Zeichen.

Mit 67:68 waren die Ulmer letztmalig vorn und hatten danach der Dynamik der Löwen und deren Treffsicherheit von der Freiwurflinie nichts mehr entgegenzusetzen.

Viertel im Überblick: 15:22, 18:15, 17:13, 30:23;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig): „Ich denke wir haben hier zu Hause eine bärenstarke Partie gegen eine gute Mannschaft gezeigt. Es ist relativ schwierig für uns in der jetzigen Situation. Es geht von außen betrachtet um nicht mehr viel für uns. Für mich persönlich und für die Spieler geht es aber noch um eine ganze Menge. Wir wollen die letzen Spiele nicht alle verlieren. Wir haben ein ganz schweres Restprogramm und das wollen wir durchziehen.

Es fällt mir sonst schwer, jemanden herauszuheben. Heute kann ich das aber mit Nemanja Jaramaz machen. Er hat defensiv in der ersten Halbzeit schon einen Riesen-Job gemacht, in der zweiten Hälfte dann auch offensiv. Ich denke auch ohne Zygimantas Janavicius haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir haben seinen Ausfall sehr gut kompensiert. Ich konnte auch die jungen Spieler früh einsetzen, so konnte ich den Leistungsträgern Pausen geben. Von daher kann ich sehr zufrieden sein.“

 

Thorsten Leibenath (ratiopharm ulm): „Glückwunsch an Frank uns seine Mannschaft zum verdienten Sieg. Wir haben von der Intensität her gut in die Partie gefunden. Im Laufe des Spiels hat es Braunschweig geschafft, die Intensität raufzufahren, bei uns ist sie ein Stück runtergegangen. Das war dann auch letztlich der Grund, warum Braunschweig als Sieger vom Feld gegangen ist. In der Defensive war unser Eins-gegen-Eins-Verhalten mangelhaft und unser Reboundverhalten war nicht auf dem Niveau, wo es sein muss, um eine Mannschaft wie Braunschweig zu schlagen. Scott Eatherton hat erneut sehr viele Rebounds abgegriffen und in der wichtigen Phase gab es zwei Offensivrebounds für Braunschweig. Auch im Angriff hatten wir nicht die Leichtigkeit und Schnelligkeit, die nötig ist und wir haben Freiwürfe daneben gelegt. Da merkt man, dass meine Mannschaft nach drei Niederlagen verunsichert ist.“

Basketball Löwen Braunschweig: Ebert, Nawrocki, Figge n.e., Lansdowne 16 (6 Rebounds, 5 Assists), Klepeisz 7 (7 Assists), Alte, Jaramaz 20, Schwartz 2, Morse 12 (5 Rebounds), Koné 5 (3 Assists), Eatherton 16 (14 Rebounds), Lagerpusch 2.

ratiopharm ulm: Reinhardt 20, Ohlbrecht 1 (5 Rebounds), Thompson 4, Günther 8, Ferner n.e., Akpinar 3, Pape n.e., Benimon 10 (7 Rebounds), Babic 9, Harangody 7, Fotu 11, Krämer.