Löwen gewinnen BBL-Auftaktspiel gegen die Eisbären Bremerhaven

Braunschweig. Zum Auftakt in die neue Basketball-Bundesliga-Saison 2017/2018 empfingen die Basketball Löwen Braunschweig die Eisbären Bremerhaven und gewannen ihr erstes Heimspiel mit 81:68 (35:44). Vor 2316 Zuschauern in der VW-Halle begeisterten die Löwen besonders in der zweiten Halbzeit als sie mit einem couragierten Auftritt die Gäste doch noch sicher und verdient bezwingen konnten.

Löwen-Chefcoach Frank Menz hatte sich im Vorfeld erwartungsfroh gezeigt und dem Saisonstart ebenso wie sein neues Löwen-Team entgegengefiebert. Die Vorbereitungen auf dieses Spiel liefen im Vergleich zur abgelaufenen Saison reibungsloser. Alle Import-Spieler waren rechtzeitig zur Vorbereitung im Kader, so dass spielerische Abläufe besser trainiert und eingeübt werden konnten.

Das sahen die Zuschauer gleich im ersten Viertel. Schnell waren die Löwen mit 9:4 in Führung gegangen und zeigten eine sehr entschlossene Mannschaftsleistung. In der „Starting Five“ erneut wie auch schon beim Testspiel gegen den tschechischen Vizemeister BK Decin fanden sich Bradley, Lansdowne, Janavicius, Koné und Eatherton wieder. Die ersten Punkte gehörten DeAndre Lansdowne, der von Beginn an untermauern wollte, dass sein Weg zu Recht in die BBL geführt hat, nachdem er vorher Engagements in der ProB und ProA gehabt hatte. Mit seiner Stabilität und seinem Durchsetzungsvermögen sorgte er gleich für einen enormen Druck auf den gegnerischen Korb. Spektakulär dann der Dunking von Jarekious Bradley, dem lediglich noch 3,7 Sekunden zur Verfügung standen, als er von Außen kommend wuchtig und sprunggewaltig in die Zone der Eisbären einzog. „Zygi“ Janavicius zeichnete sich immer wieder als sehr umtriebiger und schneller Spielgestalter aus, der das entscheidende Anspiel sucht, um möglichst viele Assists zu sammeln.

Im Duell der Center hatte es Scott Eatherton mit Ex-Löwe Geoffrey Groselle zu tun, aber auch mit Carl Baptiste. Letzterer setzte auch schon im ersten Viertel den ein oder anderen Akzent, so dass klar war, dass sich die Eisbären sicher nicht kampflos abschütteln ließen.

Im zweiten Viertel kam neben der stabileren Leistung der Eisbären auch noch eine eklatante Freiwurfschwächeperiode der Löwen dazu, so dass das Spiel kippte. Nach einem Dreipunkte-Fehlversuch von Thomas Klepeisz netzte auf der Gegenseite Jordan Hulls seinen Wurf ein und brachte sein Team erstmals in Führung. (28:29 nach 12:32 Minuten) Es wollte nicht mehr viel gelingen, gut dass zumindest zwei Dreier von Thomas Klepeisz und „Bazou“ Koné noch ihr Ziel fanden. Dennoch nach einem Timeout beim Stande von 34:37 nach 15:51 Minuten wuchs der Rückstand bis zur Pause auf 35:44.

Zum dritten Viertel erschienen die Löwen wieder sehr entschlossen und suchten ihre Chancen und wurden auch zeitnah belohnt. Besonders „Zygi“ Janavicious und DeAndre Lansdowne brachten ihr Team wieder auf Kurs und konnten zum 46:46 ausgleichen. Das Reboundspiel der Löwen wurde immer dominanter, insbesondere unter dem gegnerischen Korb, wo viele Bälle offensiv wiedergewonnen werden konnten. So kam aus zu einer Reihe sehr guter Distanzwürfe von Thomas Klepeisz, Tim Schwartz und DeAndre Lansdowne, die eine erneute Führung von 60:56 nach 28:37 Minuten sicherten. Der sprunggewaltige Anthony Morse setzte sich beim Offensive-Rebounding des öfteren durch und sicherte wichtige Ballgewinne und konnte zudem seine Freiwürfe verwandeln. Immer wieder sendeten die Spieler Signale aus, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Die Führung war zurückerobert und mit 66:59 nach dem dritten Viertel auch mit einem kleinen Polster. Einzig Scott Eatherton konnte noch nicht zum Sieger in seinem Duell erklärt werden, hatte mit Geoffrey Groselle seine Mühe.

Doch es sollte noch ein Abschlussviertel geben und während der Ex-Löwe seinen 14 Punkten nur noch Fehlwürfe hinzufügen konnte, traf Scott Eatherton auf Vorlage von „Bazou“ Koné und netzte anschließend sogar einen Dreier ein. Dadurch führten die Löwen 71:64 nach 35:50 Minuten. Insgesamt machte Scott Eatherton 10 Punkte, 3Blocks und 3 weitere Rebounds im letzten Viertel, so dass letztlich ein Double-Double für ihn verzeichnet werden konnte. Den Eisbären ging sprichwörtlich die Puste aus. Sie hatten dem Druck, der auf ihren Korb erzeugt wurde und der vor allem offensiven Reboundstärke der Löwen zum Ende nichts mehr entgegenzusetzen. Dementsprechend zufrieden und stolz äußerte sich auch Chefcoach Frank Menz auf der abschließenden Pressekonferenz zum verdienten Auftakterfolg.