Löwen sind wieder nah dran – Gäste aus Ludwigsburg cleverer und abgeklärter

Braunschweig. Die Basketball Löwen verlieren gegen einen weiteren Playoff-Anwärter MHP Riesen Ludwigsburg in eigener VW-Halle vor 1699 Zuschauern mit 67:74 (36:39). Selbst ein überragender De Andre Lansdowne (22 Punkte), der bis zum vierten Viertel alle seine Würfe verwandeln konnte, reichte nicht zum zweiten Heimsieg.

Erneut zeigten die Löwen einen couragierten Auftritt und konnten das Spiel lange Zeit ausgeglichen gestalten. Löwen-Coach Frank Menz setzte in dieser Partie mehr als in den vergangenen Spielen auch auf Lars Lagerpusch und zwischenzeitlich Tom Alte, da Anthony Morse und auch Scott Eatherton frühzeitig foulbelastet waren.

Im ersten Viertel kämpften sich die Löwen nach frühem Rückstand wieder auf 17:19 heran. Es gelang bei weitem nicht alles, doch es zeichnete sich ab, dass das Spiel am heutigen Tage über die Verteidigung gewonnen werden würde. „Bazou“ Koné glänzte mit mehreren Assists in kurzer Zeit und DeAndre Lansdowne verwandelte sogar im Fallen.

Im zweiten Viertel gab es zum 31:29 die erste Führung, doch Ludwigsburg war jederzeit in der Lage zu reagieren. So trafen Johnson und Evans jeweils mit der Sirene ihre Dreipunkt-Würfe und sicherten den Gästen somit einen knappen 37:39-Vorsprung.

Nach der Pause führten die Löwen mit 46:41 und ließen anschließend einen 0:12-Lauf zu. Schade, denn der Fünf-Punkte-Vorsprung und eine bis dahin ordentliche Trefferquote bei einer respektablen Verteidigung hatten die Braunschweiger Minuskulisse auf den zweiten Heimsieg hoffen lassen. Erst nach einem Timeout kamen die Braunschweiger wieder in die Spur und glichen durch einen Vier-Punkt-Erfolg (Dreier plus Freiwurf) von Thomas Klepeisz zum 55:55 aus. Der letzte Drei-Punkte-Versuch von Tim Schwartz traf leider nicht.

Im letzten Viertel kippte nach dem fünften Foul von Scott Eatherton, dessen Kreise heute von Justin Sears gut eingeengt wurden, und der nahezu gleichzeitigen Verletzung von Anthony Morse das Spiel zum Ende doch noch deutlich in Richtung der Ludwigsburger. Thomas Klepeisz traf zwar noch einen Dreier,aber es reichte nicht mehr, um den Rückstand zu egalisieren.

Im nächsten Heimspiel am Samstag, den 21. Oktober erwarten die Löwen die s.Oliver Baskets aus Würzburg, die bisher noch ungeschlagen sind.

Viertel im Überblick: 17:19, 19:20, 19:16, 12:19;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig): „Für uns war das erneut der erwartet starke Gegner. Ludwigsburg macht defensiv enorm Druck, das ist sehr schwer zu spielen. Ich denke, wir haben das aber trotzdem gut gemacht. Wir haben erneut ein gutes Spiel abgeliefert, das sollte uns Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben. Gegen Bonn und jetzt Ludwigsburg waren wir nah dran am Sieg, am Ende sind es immer nur wenige Minuten, in denen wir nicht mithalten können. Wir haben uns an unseren Match-Plan gehalten, haben Ludwigsburgs Transition-Offense gestoppt und nur 74 Punkte zugelassen. In der ersten Halbzeit haben uns allerdings Ludwigsburgs Offensiv-Rebounds sehr weh getan. Wir haben jetzt eine Woche Zeit, um weiter zu trainieren und dann kommt Würzburg hierher, die bislang ungeschlagen sind. Das wird auch ein sehr schweres Spiel, das wir aber gewinnen wollen.“

John Patrick (MHP RIESEN Ludwigsburg): „Es war bis zum Schluss das erwartet schwere Spiel. Der Schlüssel heute war, dass wir im vierten Viertel mental stark waren. Unsere Verteidigung war am Ende des Spiels besser. Wir hatten aber überraschenderweise ein Problem mit Lars Lagerpusch auf der Vier. Wir haben insgesamt zu viele Turnovers gehabt, aber Roderick Trice hat just-in-time wichtige Punkte gemacht.“

Basketball Löwen Braunschweig:
Bradley 13, Ebert n.e., Lansdowne 22, Janavicius 6 (4 Assists), Klepeisz 11, Alte 2, Schwartz 3, Morse 2, Koné (5 Assists), Eatherton 8, Lagerpusch (7 Rebounds).

MHP RIESEN Ludwigsburg: Walkup 6 (3 Assists, 3 Ballgewinne), Evans 14 (5 Rebounds), Johnson 14 (4 Assists), McCray 2, Sears 16 (7 Rebounds), Geske, Koch n.e., Waleskowski 3, Cook 4, Thiemann 5, Trice 10 (5 Rebounds).