VfL bezwingt die „Störche“ mit 3:1 und hofft auf den Klassenerhalt

Wolfsburg. Im Relegationshinspiel behielt der VfL Wolfsburg mit 3:1 (2:1) gegenüber dem KSV Holstein Kiel die Oberhand und erspielte sich damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Pfingstmontag um 20.30 Uhr im Kieler Holstein-Stadion. In der mit 28.800 Zuschauern ausverkauften VW-Arena trafen Divock Origi (13.), Josip Brekalo (40.) und Yunus Malli (56.) für die Grün-Weißen. Den zwischenzeitlichen Ausgleich hatte Kingsley Schindler (34.) erzielt.

VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia nahm eine Änderung im Vergleich zum erfolgreichen Auftritt gegen den 1.FC Köln vor. Für den verletzten Paul Verhaegh rückte Felix Uduokhai auf die linke Seite der Viererkette, während William auf der rechten Seite agierte.

KSV-Cheftrainer Markus Anfang rotierte gleich auf sechs Positionen und brachte im Vergleich zum letzten Saisonspiel gegen Eintracht Braunschweig wieder seine angestammte Formation.

Beide Teams hatten sich viel vorgenommen und verzichteten auf eine längere Phase des Abtastens. Die Wölfe mit dem Schwung aus dem ersten Heimsieg in 2018 nutzten die Räume, die ihnen der ambitionierte Zweitligist aus Kiel anbot. Josip Brekalo (4.) scheiterte noch an KSV-Keeper Kronholm. In der 13. Minute dribbelte Yunus Malli in den Strafraum, passte auf Renato Steffen, der wiederum noch in den Ball grätschend am Kieler Torwart scheiterte, aber Divock Origi war im Stile eines Torjägers zur Stelle und verwandelte zur wichtigen 1:0-Führung der Gastgeber. Das gab dem Spiel der Wölfe weitere Sicherheit und William (16.) hätte in dieser Phase sogar erhöhen können. Die Kieler hingegen blieben bei hohen Ballbesitzanteilen und dem Willen auch schwierige Situationen spielerisch lösen zu wollen, noch zu ungenau im finalen Pass oder bei sich bietenden Umschaltsituationen.

So kam der Ausgleich in der 34. Minute sogar etwas überraschend als sich Dominick Drexler bis auf die Grundlinie durchsetzen konnte und im Zentrum Kingsley Schindler fand, der erfolgreich abschließen durfte. Noch vor der Pause gingen die Wölfe nicht unverdient durch einen Rechtsschuss von Josip Brekalo (40.) erneut in Führung als KSV-Verteidiger Schmidt einen langen Ball von Robin Knoche nur etwas unkontrolliert verteidigt hatte.

Die „Störche“ hatten die erste Chance im zweiten Spielabschnitt durch Dominick Drexler (49.), doch Koen Casteels war ein sicherer Rückhalt im VfL-Tor. Besser machten es die Wölfe als Divock Origi den Ball gut abschirmte und auf Yunus Malli durchspielte, der bedingt durch einen Stellungsfehler frei auf den Kieler Torwart zulief, diesen umkurvte und nervenstark zur Zwei-Tore-Führung einschob (56.). Die Wölfe dominierten in dieser Phase das Spiel und hätten durch Renato Steffen (69.) oder Maximilian Arnold (70.) sogar noch weiter erhöhen können.

Die Schlussphase gehörte allerdings den torgefährlichen Kielern, denen an diesem Tag zum Glück für den VfL die notwendige Kaltschnäuzigkeit fehlte. Aaron Seydel kam für den gegen Eintracht Braunschweig noch vierfachen Torschützen Steven Lewerenz und belebte das Spiel der „Störche“ sichtlich. Er selbst (75., 78.) oder auch der Zweitliga-Torschützenkönig Marvin Ducksch (82.) hätten einen weiteren Treffer erzielen können oder aus Kieler Sicht müssen.

So geht der VfL mit den „besseren Karten“ in das Rückspiel und bezeichnet den Erfolg als Etappensieg auf dem Weg zum Klassenerhalt. Doch dieser ist angesichts der teilweise hochkarätigen Torchancen der Kieler in der Schlussphase keineswegs ein Selbstgänger. Das Holstein-Stadion, das zwischenzeitlich auch eine Ausnahmegenehmigung für Erstligafußball erhalten hat, könnte schnell zu einem Hexenkessel werden, in dessen Strudel auch schon der niedersächsische Nachbar untergegangen ist.

Doch die Wölfe sollten gewarnt sein und haben im Hinspiel bewiesen, dass sie in der Lage sind, die Kieler Defizite in der Defensive auszunutzen.

Zahlen und Fakten zum Spiel:

VfL Wolfsburg: Casteels – William, Knoche, Brooks, Uduokhai – Guilavogui, Arnold – Steffen (81. Blaszczykowski), Malli (85. Camacho), Brekalo – Origi (90. Dimata)

Holstein Kiel: Kronholm – Herrmann, Schmidt, Czichos, van den Bergh – Kinsombi – Schindler, Peitz (62. Mühling), Drexler, Lewerenz (62. Seydel) – Ducksch

Tore: 1:0 Origi (13.), 1:1 Schindler (34.), 2:1 Brekalo (40.), 3:1 Malli (56.)

Gelbe Karten:

Schiedsrichter: Deniz Aytekin

Zuschauer: 28.800 am Donnerstagabend in der ausverkauften Volkswagen Arena

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