VfL ermöglicht Schlusslicht Köln den ersten Sieg

Köln. Was für ein Schock! Der schwächsten Abwehr der Liga gelang es, keinen Treffer der Wölfe zuzulassen. Vor 41.100 Zuschauern im Rhein-Energie-Stadion feierten am Ende die Gastgeber ihren ersten Bundesligasieg in dieser Saison. Den entscheidenden Treffer hatte Christian Clemens in der 67.Minute erzielt.

VfL-Cheftrainer Martin Schmidt setzte mit Jeffrey Bruma und Robin Knoche auf eine neue Innenverteidigung, die die leicht angeschlagenen Felix Uduokhai und John-Anthony Brooks ersetzten. Für Maximilian Arnold (Infekt) spielte Yannick Gerhardt im zentralen Mittelfeld neben Josuha Guilavogui. In den offensiven Positionen starteten Yunus Malli, Daniel Didavi, Divock Origi und Mario Gomez.

Der Spielverlauf ähnelte dem gegen RB Leipzig. Lange passierte nicht viel bis der 1.FC Köln nicht ganz unverdient in der 67. Minute in Führung ging.

Zwar hatte der VfL zu Beginn mehr Spielanteile und Ballbesitz doch wirkliche Ideen und Torchancen kreierten sie nicht. Nach einer halben Stunde wurden die Gastgeber immer mutiger und setzten insbesondere über die linke Wolfsburger Seite mit Jojic und Klünter Akzente. William verteidigte nicht immer souverän und hatte auch Schwächen im Stellungsspiel.

Auch nach dem Wechsel waren sofort wieder die Kölner das aktivere Team und hätten schon durch den Schuss von Jojic (49.), den Koen Casteels an die Torlatte lenkte, in Führung gehen können. Das Tor leitete der zuvor eingewechselte Christian Clemens selber ein, indem er einen Diagonalball auf Jojic spielte, der eigentlich Klünter bedienen wollte, dieser verpasste den Ball, so dass der durchgestartete Clemens zur Stelle war.

Das anschließende Aufbegehren gegen diese Niederlage beim Tabellenletzten brachte mehrere gute bis hochkarätige Torchancen, die aber allesamt nicht genutzt wurden. Jetzt kann sich der VfL damit trösten, dass auch Arsenal London in der Europa-League sehr unglücklich gegen eine gut verteidigende Kölner Mannschaft verloren hatte. Doch die Ansprüche sollten beim VfL doch andere sein. Wie konnte es passieren, dass der Tabellenletzte unterschätzt wurde? Die Kölner brachten mit den 19jährigen Risa und Führich zwei Startelfdebütanten und läuteten die Entwicklung eines neuen Kölner Teams ein.

Damit dürfte der VfL erst einmal wieder den Anschluss an obere Tabellenregionen verpasst haben und es bleibt zu hoffen, dass das Achtelfinalspiel im DFB-Pokal am Dienstag, den 19.Dezember um 20.45 Uhr beim 1.FC Nürnberg mit der notwendigen Leidenschaft angegangen wird.

1.FC Köln: T. Horn – Sörensen, Jorge Meré, Heintz, J. Horn – Lehmann (58. Höger), Özcan – Jojic, Führich (71. Handwerker) – Klünter, Risa (63. Clemens)

VfL Wolfsburg: Casteels – Verhaegh (83. Dimata), Knoche, Bruma, William (61. Tisserand) – Guilavogui, Gerhardt (81. Osimhen) – Origi, Didavi, Malli – Gomez

Tore: 1:0 Clemens (67.)

Gelbe Karten: Sörensen, Höger / Origi

Schiedsrichter: Benjamin Brand (Unterspiesheim)

Zuschauer: 41.100 am Samstagnachmittag im Kölner Rhein-Energie-Stadion

Zahlen und Fakten zum Spiel: