VfL holt Big Points in Freiburg und lässt erneut keinen Gegentreffer zu

Freiburg. Der VfL Wolfsburg gewann am 29.Spieltag durch zwei Treffer von Daniel Didavi (2. und 83. Minute) beim SC Freiburg vor 24.000 Zuschauer im Schwarzwald-Stadion. Dabei spielte den Grün-Weißen der frühe Führungstreffer in die Karten. Die Freiburger wirkten gegen einen gut organisierten Defensivverbund der Wölfe über weite Strecken harmlos, obwohl Nils Petersen nach annulierter Gelb-Rot-Sperre mitspielen durfte.

Chancen ergaben sich…

VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia verhalf Paul Jaeckel in der Innenverteidigung zu seinem Bundesligadebüt und vertraute einem weiteren sehr jungen Spieler aus der VfL-Akademie. Durch den Ausfall von Jeffrey Bruma bot sich dem Nachwuchsspieler die Chance, die er sehr gut meisterte und eine fehlerfreie Leistung zeigte. Das Verletzungspech des VfL in dieser Saison zeigt sich allein schon auf dieser Position. Vier potentielle Innenverteidiger sind teilweise langwierig verletzt oder fallen immer wieder einmal aus.

Für den gesperrten Josuha Guilavogui stand Daniel Didavi in der Anfangsformation, obwohl er am Abschlusstraining aufgrund von Adduktorenbeschwerden nicht teilnehmen konnte. Nach einem eingehenden Gespräch mit dem Coach kam man jedoch überein, einen Startelfeinsatz zu riskieren. Auch Yunus Malli fand wieder Berücksichtigung und durfte von Beginn für Victor Osimhen ran.

In der ersten Aktion Führung für Grün-Weiß

Mit der ersten Aktion gingen die Grün-Weißen in Führung. Ignacio Camacho war vorher im Zweikampf verwickelt, so dass SC-Verteidiger Manuel Gulde die Übersicht verlor und Daniel Didavi den Ball auf seinem starken linken Fuß servierte. Mit einem strammen Schuss ins linke untere Eck sorgte dieser für einen VfL-Auftakt nach Maß (2.). Die Wölfe verlegten sich nun auf ihr Umkehrspiel und verteidigten ihren Vorsprung konzentriert und kompakt im 4:3:3-System mit Yunus Malli und Josip Brekalo auf den Außenpositionen. In der Spitze arbeitete Landry Dimata viel und vor allem gegen den Ball. In seinem 17.Saisonspiel war es dem 20jährigen-Angreifer erneut nicht vergönnt, einen Treffer zu erzielen.

Die Gastgeber gewannen an Ballbesitz, doch mehr als ein Gulde-Kopfball (20.) nach einer Günter-Ecke sollte nicht herausspringen. Die Zuschauer sahen im Mittelfeld einen wahren Abnutzungskampf, der es beiden Teams nicht gestattete offensiv Akzente zu setzen. Immer wieder zeichnete sich hierbei VfL-Mannschaftsführer Camacho aus, der in seinem zweiten Spiel nach seiner Knöchelverletzung viele Räume zulief und defensiver Stabilisator war.

Das spielentscheidende Doppelpack

Im zweiten Spielabschnitt ein ähnliches Bild, wobei der VfL vermehrt Nadelstiche setzen konnte. Nach einer Arnold-Ecke fast ein zielgerichteter Kopfball vom Spanier Camacho (50.). Zwei Einzelaktionen von Yunus Malli (55., 67.) oder ein Freistoß von Maximilian Arnold von der rechten Seite, wo nur noch die entscheidende Berührung fehlte, deuteten die Bestrebungen des VfL an, im Breisgau die Entscheidung herbeizuführen. Diese fiel dann in der 83. Minute als sich der eingewechselte Divock Origi technisch versiert gegen den VfL-Innenverteidiger Caglar Söyüncü durchsetzte und Daniel Didavi maßgerecht den Ball in den Rückraum passte. Dieser schloss kurz und trocken diagonal ins lange Eck ab und hatte den spielentscheidenden Doppelpack geschnürt.

In der Nachspielzeit kam es zu einem sehr fragwürdigen Videobeweis, bei dem eine reflexartige Bewegung von Robin Knoche von Schiedsrichter Stegemann als Handspiel interpretiert wurde. Doch symptomatisch für die Freiburger Leistung scheiterte Nils Petersen am VfL-Torwart Koen Casteels (90.+4).

Zahlen und Fakten zum Spiel:

SC Freiburg: Schwolow – Koch, Gulde, Söyüncü (85. Schuster) – Stenzel, Günter – Sierro (81. Kapustka), Höfler – Haberer, Kath (74. Kleindienst) – Petersen

VfL Wolfsburg: Casteels – Verhaegh, Jaeckel, Knoche, William – Camacho – Didavi, Arnold – Brekalo (90.+4 Bazoer), Malli (90.+6 Steffen) – Dimata (74. Origi)

Tore: 0:1 Didavi (2.), 0:2 Didavi (83.)

Gelbe Karten: – / William

Besondere Vorkommnisse: Casteels pariert Handelfmeter von Petersen (90.+4)

Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)

Zuschauer: 24.000 Zuschauer am Samstagnachmittag im Schwarzwald-Stadion