VfL korrigiert Transferpolitik und verpflichtet Admir Mehmedi von Bayer 04 Leverkusen

Wolfsburg. Mit dem Ende der Transferperiode haben die Wölfe nochmal auf die „aktuelle Kadersituation“ reagiert wie in einer offiziellen Pressemitteilung bekannt wurde. VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe erklärte zudem: „Mit der Verpflichtung von Admir haben wir auch noch einmal darauf reagiert, dass wir mit Jakub Blaszczykowski einen längeren Ausfall haben. Wir sind außerdem natürlich froh, dass wir Admir generell auf verschiedenen Positionen einsetzen können und unseren Kader auch dadurch verstärken konnten.“

Der 58-malige Nationalspieler der Schweiz gilt beim VfL als Spieler, der durch seine Qualitäten, dem VfL-Spiel sofort helfen kann und vermutlich schon im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (Samstag, 3. Februar 15.30 Uhr) zum Einsatz kommen wird. Er selbst äußerte sich zurückhaltend und beschrieb sich auf die Fragen nach seinen Stärken: „Ich bin ein Offensivallrounder. Wer mich und meine Spielweise kennt, der weiß, dass ich auf mehreren Positionen flexibel einsetzbar bin. In der Offensive fühle ich mich überall wohl und würde da keine fixe Position ausmachen. Ich spiele dort, wo der Trainer mich braucht.“

Das freilich freut VfL-Cheftrainer Martin Schmidt: „Admir bringt große Erfahrung mit, ist dabei aber noch längst nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen. Mit ihm haben wir im Angriffsspiel mehr Möglichkeiten, sind noch kompletter aufgestellt und damit schwerer auszurechnen.“

Über die Stationen FC Zürich (2006-2011), Dynamo Kiew (2011-2013), SC Freiburg (2013-2015) und zuletzt Bayer 04 Leverkusen (2015-2018) fand der Offensivakteur, der in bisher 122 Bundesligaspielen 23 Treffer erzielte, nun den Weg zum VfL Wolfsburg. Mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2022 ausgestattet, erhält er bei den Wölfen die Rückennummer 22.

In Leverkusen hatte er in der Hinrunde nur noch zwölf Einsätze gehabt und durfte auch nur dreimal über die volle Distanz spielen. Daher scheint der Wechsel im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft und seiner weiteren sportlichen Entwicklung sinnvoll. Der ehemalige Wolfsburger Julian Brandt und der Shootingstar Leon Bailey hatten oftmals den Vorzug erhalten.

Damit wären die offensiven Flügel mit Josip Brekalo, Renato Steffen und eben Admir Mehmedi, der auch im Zentrum agieren kann, neu besetzt. Mit Kaylen Hinds (Leihe bis Sommer an Greuther Fürth) und Paul-Georges Ntep (Leihe bis Sommer an AS St-Etienne) haben vorerst zwei Spieler den VfL verlassen, von denen man sich eine schnellere Entwicklung versprochen hatte.