War das die Wende für Zweitligist Eintracht

Nach dem doch enttäuschenden 0:2 in Heidenheim hat Zweitligist Eintracht Braunschweig Wiedergutmachung betrieben. Beim ebenfalls abstiegsbedrohten Erzgebirge Aue holten sich die Löwen mit einem ungefährdeten 3:1-Sieg drei wichtige Punkte und klettert auf Rang 12 in der Tabelle. Zweimal Abdullahi und einmal Kumbela waren die Torschützen. Drei Stürmer-Tore in einem Spiel, das hatte es lange nicht gegeben.8.500 Zuschauer im neuen Stadion sahen eine Partie ohne besondere Leckerbissen. Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht änderte die Mannschaft zum Vergleich in Heidenheim auf zwei Positionen. Für Khelifi und den für ein Spiel gesperrten Zuck kamen Kumbela und Neuzugang Hofmann. Beide Mannschaften begannen vorsichtig, beide wollten nicht ins Messer laufen. Eintracht Braunschweig wirkte technisch etwas versierter, Aue schien den größeren Willen zu haben. In der 12. Minute erzielte Köpke nach gelungener Vorarbeit von Fandrich die 1:0-Führung. Doch diesmal hielt Blau-Gelb dagegen.

Der beste Braunschweiger an diesem Tag, Jan Hochscheidt, bediente Abdullahi perfekt – Ausgleich. Quasi im Gegenzug. Jetzt waren die Gastgeber doch beeindruckt und Eintracht blieb aufmerksam. Und die nächste Gästechance kam. Diesmal bediente Hofmann Kumbela, der von der Strafraumgrenze flach ins lange Eck einschoss. Mit dem 1:2 ging es in die Kabinen.

Halbzeit 1:2

Wer nun glaubte, die Gastgeber würden nach dem Wechsel die Brechstange herausholen, um letztlich doch den Platz als Sieger verlassen zu können, der wurde enttäuscht. Aue war nicht in der Lage, die stabil stehende Braunschweiger Defensive zu knacken. Und Hochscheidt hatte den richtigen Riecher. Er erkannte die Schwächen der Erzgebirgler und wählte das richtige Mittel. Zumindest in der 71. Minute, als er erneut Abdullahi schickte, der sich gekonnt gegen zwei Auer Abwehrspieler durchsetzte und ins kurze Eck einschob.

Jetzt kommt der FCK

Insgesamt war die Partie keine hochklassige, aber das dürfte die Verantwortlichen absolut egal sein. Nur raus aus dem Keller, alles andere zählt nicht. Wenn etwas Ruhe bringen kann, dann sind es Siege. Mit Platz 12 kann Torsten Lieberknecht erst einmal durchatmen. Gelingt gegen Schlusslicht Kaiserslautern am kommenden Sonntag (Anpfiff 13.30 Uhr) ein weiterer Sieg, dann kann der Pfälzer seiner Arbeit deutlich entspannter nachgehen. Aber dafür müssen die Roten Teufel bezwungen werden.