Wechselhaftes Spiel der Löwen führt zur Niederlage gegen Gießen 46ers

Braunschweig. Am Samstagabend gab es vor 2.786 Zuschauern in der VW-Halle kein Happy-End für die Basketball Löwen, die fortwährend einem Rückstand hinterhergelaufen waren und sich letztlich mit 85:96 (48:54) dem Tabellennachbarn, den Gießen 46ern geschlagen geben mussten.

Der Heimsieg gegen die Baskets aus Oldenburg hatte Hoffnungen geweckt, die das Löwen-Team nach den Niederlagen in Weißenfels und heute gegen Gießen wohl doch noch nicht erfüllen kann. Zu unkonstant präsentierte sich das Team. Das Selbstvertrauen nicht bei allen Spielern durchgängig vorhanden. Das erste Viertel (16:30) war eine zu große Hypothek, um den Gästen ernsthaft Schwierigkeiten zu bereiten. Insbesondere die eklatant schwache Wurfquote führte die Löwen auf die Verliererstraße. Kein einziger Dreier fand in den ersten zehn Minuten sein Ziel.

Dennoch war es ein offenes Spiel, das die Löwen gegen acht eingesetzte Gießener Akteure auch noch hätte umbiegen können. Die größere Rotation hätte für die Gastgeber sprechen können. Doch es sollte nicht sein.

Scott Eatherton, obwohl erneut mit einem Double-Double (19 Punkte/ 11 Rebounds), scheiterte an John Bryant, der fast ein Triple-Double (27 Punkte/ 15 Rebounds/ 9 Assists) erreicht hätte. Die Wucht und Präsenz des Gäste-Centers erschwerte das Anspiel, so dass den Löwen insgesamt diesmal nur 13 Vorlagen gelangen. Einzig Thomas Klepeisz machte sich auf den Weg und versuchte immer wieder den Anschluss herzustellen. Mit sechs verwandelten Dreipunktwürfen kam er auf insgesamt 25 Punkte und war damit bester Scorer seines Teams. Neuzugang Nemanja Jaramaz enttäuschte mit nur zwei Punkten, nachdem er gegen Oldenburg noch einen vielversprechenden Einstand hatte.

Viertel im Überblick: 16:30, 32:24, 18:27, 19:15;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig):
„Mein Glückwunsch an Ingo Freyer für die exzellente Leistung seiner Mannschaft. Sie haben sehr gut gespielt. Wie alle Spieler bin auch ich enttäuscht. Wir hatten uns vorgenommen, heute zu gewinnen. Aber wir haben von Anfang an keinen Zugriff gehabt und konnten John Bryant nicht stoppen. Er alleine hat den Unterschied gemacht. Wir wissen aber, wo wir herkommen und dass wir trotz der Niederlage bisher eine gute Saison spielen. Wir müssen jetzt den Kopf frei bekommen, dann können wir auch wieder gewinnen.“

Ingo Freyer (GIESSEN 46ers): „Das war unter den Umständen ein sehr, sehr starkes Spiel von uns. Auch die Spieler, die sonst nicht so viel spielen, haben sich voll reingehängt. Die Konzentration war von Anfang an da und meine Spieler haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Natürlich war das auch ein wichtiger Sieg gegen einen direkten Konkurrenten. Ich hoffe, dass wir die Euphorie jetzt in das Derby gegen Frankfurt mitnehmen können.“

Basketball Löwen Braunschweig: Nawrocki 3, Ebert n.e., Lansdowne 15, Janavicius, Klepeisz 25, Alte 4, Jaramaz 2, Schwartz 5, Morse 6 (6 Rebounds), Koné 6, Eatherton 19 (11 Rebounds).

GIESSEN 46ers:
Agva 18 (6 Rebounds), Bryant 27 (15 Rebounds, 9 Assists), Hornsby 2, Kraushaar 8, Lischka 7, Manigat 17, Marin 9, Okao n.e., Okpara n.e., Taylor 8 (8 Rebounds).