Wichtiger Auswärtssieg in Frankfurt – VfL gewinnt 2:0

Die Verantwortlichen des VfL Wolfsburg haben die richtigen Schlüsse aus den zuletzt enttäuschenden Leistungen gezogen und kehren mit einem eminent wichtigen 2:0-Auswärtssieg aus Frankfurt zurück. Vor 49.000 Zuschauern in der Commerzbank-Arena war den Wölfen in der ersten noch torlosen Halbzeit die Unsicherheit und Abstiegsangst anzumerken. Die Mannschaften neutralisierten sich und gingen nur selten ein größeres Risiko ein. Die Wölfe, die mit vier Veränderungen in der Startelf angetreten waren, starteten mit dem Fokus auf die defensive Stabilität und warteten geduldig auf ihre Chancen. Der aktuelle Pokalfinalist aus Frankfurt läuft dagegen in der Liga momentan seiner Form aus der Hinrunde hinterher und fand keine Lösung gegen taktisch gut eingestellte Wölfe.

Für den gesperrten Luis Gustavo kehrte Josuha Guilavogui auf die zentrale rechte defensive Mittelfeldposition zurück. Die rechte Position in der Abwehr-Viererkette nahm der ehemalige Frankfurter Sebastian Jung ein, Philipp Wollscheid für Ricardo Rodriguez als linker Innenverteidiger und Paul-Georges Ntep auf der linken offensiven Position komplettierten die taktischen Erwägungen des VfL-Cheftrainers Andries Jonker.

Der Matchplan der Wölfe, der konsequent verteidigend immer wieder schnelle Umschaltsituationen vorsah, wurde zum Ende der ersten Halbzeit deutlich. Insbesondere über Paul-Georges Ntep wurde es gefährlich. In der 28. Minute hätte schon die Gästeführung fallen müssen, aber nach Eingabe von Daniel Didavi und einer gewissen Konfusion im Frankfurter Strafraum vergab Ntep in aussichtsreicher Position.

Die Frankfurter, die in den vergangenen dreizehn Partien lediglich einen Sieg einfahren konnten, fanden offensiv keine Lösungen und es fehlte Ihnen an Leidenschaft die letzten Prozente Einsatzkraft einzubringen. Der VfL mit dem Rücken zur Wand fand in der zweiten Halbzeit immer besser ins Spiel und ging in der 48. Minute durch Daniel Didavi nach gelungener Kombination über Riechedly Bazoer und Mario Gomez verdient in Führung. Dieser Treffer gab den Wölfen die notwendige Sicherheit.

Dennoch haben die Frankfurter in der 63. Minute durch einen Kopfball von Branimir Hrgota die große Ausgleichschance, die aber vom aufmerksamen Koen Casteels vereitelt wurde. Im direkten Gegenzug zeigte sich der VfL stark im Umschaltspiel und überraschte pomadige Frankfurter, die nicht effizient hinter den Ball kamen und dem Antritt von Paul-Georges Ntep in Person von Guillermo Varela und Timothy Chandler nichts entgegenzusetzen hatten. Schon freistehend vor dem Frankfurter Torhüter passte er auf Mario Gomez, der zum vorentscheidenden 2:0 vollstreckte (63.). Die Gastgeber hatten der stabilen Defensive der Wölfe nicht mehr viel entgegenzusetzen. Einzig Chancen von Marco Fabian (70.) und Haris Seferovic (72.) hätten noch zum Anschlusstreffer führen können, doch mit Glück und Geschick stand die Null beim VfL. Der Trainer der Gastgeber Niko Kovac konstatierte seinem Team anschließend eine der schlechtesten Saisonleistungen, was die Leistung der Wölfe allerdings nicht schmälern sollte. Und Andries Jonker fühlte sich in seiner Einschätzung bestätigt, dass mit diesem Wolfsburger Kader das Ziel „Klassenerhalt“ zu 100 Prozent realisiert werden sollte. Damit hat sich die Mannschaft des VfL vor allem auch für das Debakel gegen die Bayern aus München rehabilitiert.

Im letzten Heimspiel der Saison am nächsten Samstag (13. Mai, 15.30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach können sich die Wölfe mit einem eigenen Sieg und günstigen Ergebnissen der Konkurrenz hoffentlich aller Sorgen entledigen, damit es in Hamburg am letzten Spieltag nicht zu einem Abstiegs-Showdown kommen muss.

Zahlen und Fakten zum Spiel:

Eintracht Frankfurt: Hradecky – Varela, M. Hector, Oczipka – Tawatha, Chandler, Stendera (52. Tarashaj), Gacinovic, Fabian, Rebic (67. Blum) – Hrgota (67. Seferovic)

VfL Wolfsburg: Casteels – Jung (83. Blaszczykowski), Knoche, Wollscheid, Gerhardt – Bazoer, Guilavogui, Didavi (80. Malli), Arnold, Ntep (73. Vieirinha) – Gomez

Tore: 0:1 Didavi (48.), 0:2 Gomez (63.)Gelbe Karten: Gacinovic / Gerhardt (5., gesperrt), Casteels

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)

Zuschauer: 49.000 am Samstagnachmittag in der Commerzbank-Arena