Wichtiger Punkt am Böllenfalltor in Darmstadt – 14. Unentschieden der Eintracht

Darmstadt. Die Braunschweiger Eintracht hat sich am 30.Spieltag am Böllenfalltor vor 16.226 Zuschauern behauptet und einen Punkt mitgenommen. Nach der Führung durch ein Eigentor von Slobodan Medojevic (39.) in Folge eines Kopfballs von Gustav Valsvik, glichen die Lilien durch einen berechtigten Foulelfmeter durch Tobias Kempe (73.) aus. Damit wahrt die Braunschweiger Eintracht den Abstand von fünf Punkten auf die Abstiegsränge. Der Relegationsplatz ist allerdings nur noch einen Punkt entfernt, weil Heidenheim gegen den Tabellenführer Fortuna Düsseldorf gewann.

Die Eintracht startete im 4-4-2-System und hatte auch den grippegeschwächte Gustav Valsvik an Bord, der erneut mit Frederik Tingager die Innenverteidigung bildete. Als Gegenpol für die kopfballstarken Roman Bregerie und Aytac Sulu von Darmstadt 98 sicherlich sehr wichtig. Zudem konnte Torsten Lieberknecht wieder auf seinen Mannschaftskapitän Ken Reichel zurückgreifen, der für Nico Kijewski auf der linken Seite spielte. Im zentralen defensiven Mittelfeld wurden Quirin Moll und erstmals wieder Patrick Schönfeld von Beginn an aufgeboten. Die Eintracht hatte sich auf einen kampfstarken Gastgeber eingestellt und wollte in erster Linie defensiv dagegen halten. Mit Suleiman Abdullahi und dem formstarken Philipp Hofmann sollte sowohl in Kontersituationen als auch bei Standardsituationen für Gefahr gesorgt werden. Auffällig bleibt, dass die Eintracht erneut die Aufstellung des Gegners spiegelte, um gezielt die Eins gegen Eins-Situationen anzunehmen.

Zu Beginn des Spiels entfachten die Lilien enormen Druck über die von Maximilian Sauer verteidigte rechte Seite der Eintracht. Joevin Jones und Fabian Holland zeigten ihr Potential und setzten sich in der Anfangsphase gut in Szene (5., 9.). Terence Boyd (6.) verpasst in der Mitte eine scharfe Hereingabe, so dass sich die Löwen gleich in die eigene Hälfte gepresst sahen. Nach zehn Minuten konnten sie sich etwas befreien und hatten ebenfalls durch Jan Hochscheidt (10., 20.) Torabschlüsse, die aber nicht für größere Gefahr sorgten. Die Lilien versuchten weiterhin das Eintracht-Bollwerk zu bezwingen. Nach einer Ecke kam Roman Bregerie relativ ungehindert zum Kopfball (22.) und Terence Boyd (24.) konnte in letzter Sekunde noch geblockt werden. Auch im Forchecking erzielten die Gastgeber einige Ballgewinne waren aber nicht in der Lage, sich in der torgefährlichen Bereich durchzukombinieren. Terence Boyd vergab in der 31.Minute aus aussichtsreicher Position, nachdem zuvor ein Doppelfoul der Lilien von Schiedsrichter Robert Hartmann nicht geahndet worden war.

Angesichts dieser Druckphase kam die Führung der Eintracht etwas überraschend. Einen Freistoss von Jan Hochscheidt verlängerte Gustav Valsvik Richtung Tor und Slobodan Medojevic(39.) bugsierte den Ball unter Druck von Quirin Moll ins eigene Tor. Auf diese Situationen hatte die Eintracht gesetzt, da Darmstadt hier Schwächen zeigte.

Nach der Pause fast der Traumstart für die Löwen doch die Eingabe von Suleiman Abdullahi konnte Philipp Hofmann am kurzen Pfosten nicht verwandeln(47.). In der 52. Minute erneut eine gute Konterchance über Jan Hochscheidt doch auch der Eintracht fehlte der letzte finale Pass. Auch Abdullahi (56.), der von den Lilien tiefstehend gut verteidigt wurde, hätte bei Beibehaltung seines Tempos mehr erreichen können. Stattdessen suchte er das Abspiel, das ihm misslang. Die Löwen hatten das Spiel nun weitestgehend unter Kontrolle ließen aber immer wieder Standardsituationen für die Gastgeber zu. Der eingewechselte Atik (63.) forderte Jasmin Fejzic, doch dieser war auf dem Posten. Auch die Mehrzahl der Eckbälle lag bei den Gastgebern. Doch defensiv war die Eintracht gut eingestellt. Bis Joevin Jones erneut aufdrehte, erst mit einem Fernschuss (68.) und anschließend mit einem Flankenlauf. Der Ball landete bei Fabian Holland, der unglücklich von Mirko Bolland im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte Tobias Kempe (73.) sicher. Die Gastgeber wechselten offensiv. Aber die spielerischen Möglichkeiten der Lilien waren begrenzt. Eintracht verteidigte sicher und ließ außer einem Freistoss für den eingewechselten Felix Platte (86.) nichts mehr zu, obwohl der Referee fünf Minuten nachspielen ließ.

Die Braunschweiger Eintracht kann mit dem Punkt sicher besser als die Gastgeber leben, wenngleich die Situation weiterhin prekär bleibt.

Zahlen und Fakten zum Spiel:

SV Darmstadt 98
Heuer Fernandes – Großkreutz, Bregerie, Sulu (C), Holland, Medojevic, Kamavuaka (59. Atik, 68. Platte), Kempe, Jones, Ji, Boyd (82. Sobiech)

Eintracht Braunschweig
Fejzic – Sauer, Tingager, Valsvik, Reichel (C) (46. Kijewski), Moll, Schönfeld, Hochscheidt (74. Teigl), Boland, Abdullahi (87. Kumbela), Hofmann

Tore
0:1 Medojevic (39., ET)
1:1 Kempe (73., FE)

Zuschauer
16.226