„Wölfe“ empfangen „Störche“ zur Relegation

Wolfsburg. Wenn am Donnerstag, den 17. Mai die „Wölfe“ in der heimischen VW-Arena die „Störche“ von Holstein Kiel empfangen, die unlängst die Braunschweiger Eintracht in die dritte Liga geschickt haben, dann wiederholt sich für den VfL die letztjährige Erfahrung. Die Torschützen der vergangenen Relegation Mario Gomez und Vieirinha spielen nicht mehr für die Grün-Weißen. Der Kaderumbruch brachte nicht den gewünschten Erfolg.

Mit dem KSV Holstein Kiel wartet ein ambitionierter Gegner, der als Aufsteiger eine unerwartet überragende Zweitligasaison gespielt hat. Mit nur sechs Niederlagen waren die „Störche“ die am schwierigsten zu bezwingende Zweitligamannschaft. Sie schossen die meisten Tore, insgesamt 71, und demonstrierten auch im letzten Zweitligaspiel, dass sie über einen breiten qualitativ gut besetzten Kader verfügen. Dazu kommt die ungebremste Erfolgseuphorie seit dem aufstieg aus der dritten Liga. Ihr Stadion mit „nur“ 11.200 Zuschauern Fassungsvermögen kann zuweilen zum Hexenkessel werden, soll aber den Kriterien der DFL (Deutschen Fussball Liga) für die 1.Bundesliga nicht entsprechen. Selbst eine „Ausnahmegenehmigung“ werde es nicht geben, so zumindest die Aussagen vor den Relegationsspielen.

Ist hier ein Verein sportlich zu schnell über die Grenzen der eigenen Infrastruktur gewachsen? Sicher auf jeden Fall besser in diese Richtung, als wenn die Infrastruktur vorgehalten wird, aber eine sportliche Qualifikation ausbleiben würde. Insolvenzen an anderen Standorten zeigen, dass der Kieler Weg alternativlos ist.

Doch die Frage, die sich stellt, ist die, ob alle Beteiligten – Spieler wie Trainer – bedingungslos den absoluten Erfolg anstreben. Der KSV-Trainer Markus Anfang hat sich für eine Fortsetzung seiner Karriere beim abgestiegenen 1.FC Köln in der zweiten Bundesliga entschieden.

Könnten diese Nuancen den Ausschlag für den VfL Wolfsburg geben, der zweifelsohne an die zuletzt gezeigte Leistung im entscheidenden Heimspiel gegen den 1.FC Köln anknüpfen müsste?

Mit Ignacio Camacho wird ein Defensivgarant zurückkehren, der dem Offensivdrang der Kieler Einhalt gebieten könnte. Zudem ist die Zuversicht und das Selbstvertrauen in die eigene Leistung der Grün-Weißen wiederbelebt.

Unsere Prognose lautet: Der VfL wird auch diese Relegation überstehen und kommt nach dem „blauen Auge“ im letzten Jahr mit einem zweiten davon!

Wir dürfen gespannt sein! Am Donnerstag, den 17. Mai um 20.30 Uhr in der VW-Arena und am Pfingstmontag, den 21. Mai um 20.30 Uhr im Holstein-Stadion fällt die Entscheidung.

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