Wölfe verpassen den Befreiungsschlag – 0:0 gegen FC Augsburg

Wolfsburg. Mit einem Punkt mussten sich die Wölfe am 30. Spieltag beim 0:0 gegen den FC Augsburg in der heimischen VW-Arena begnügen. Vor 23.512 Zuschauern am Freitagabend spielten beide Teams aus einem kompakten Defensivverbund. Nach einer Gelb-Roten-Karte für den Augsburger Jan Moravek (54.) spielte der VfL eine gute halbe Stunde in Überzahl bis auch Felix Uduokhai (86.) des Feldes verwiesen wurde.

VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia musste mit Josuha Guilavogui und Ignacio Camacho zwei defensive Mittelfeldspieler mit muskulären Problemen ersetzen. Dafür durfte erstmalig nach seiner Verletzung wieder Felix Uduokhai von Beginn an mitwirken. Dadurch stellten die Wölfe auch taktisch um und agierten ähnlich wie die Gäste mit einer Dreierkette. Für Josip Brekalo rückte Richedly Bazoer ins Team.

Zu Beginn kamen die Augsburger besser ins Spiel und hatten frühzeitig zwei Abschlüsse, die aber noch nicht fein justiert waren. Caiuby (7.) jagte den Ball in den Wolfsburger Abendhimmel. Durch die Witterung entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel, in dem die Gäste den Wölfen weitestgehend die Spielanteile überließen und ihrerseits auf Konter lauerten. Paul Jaeckel, der erneut in der Startelf aufgeboten war, flankte auf Landry Dimata (32.), dessen Kopfball von FC-Torwart Marwin Hitz zur Ecke abgewehrt werden musste. Defensiv von beiden Teams eine ordentliche Leistung, allerdings kamen die Freunde des Offensivfußballs nicht auf ihre Kosten.

In der zweiten Halbzeit kamen gleich wieder die Gäste und hatten durch Jonathan Schmid (48.) eine sehr gute Chance. Er zog von der rechten Seite ins Zentrum und verlangte mit seinem Linksschuss VfL-Keeper Koen Casteels alles ab. Paul Verhaegh mit einer guten Flanke auf Robin Knoche (53.), doch die Führung wollte nicht gelingen. Nach dem Platzverweis von Jan Moravek (54.) spielten die Wölfe in Überzahl. Wölfe-Trainer Labbadia brachte mit Divock Origi einen weiteren Stürmer , der sich mit einem dynamischen Torschuss (63.) auch gleich gut einfügte.

Auf der anderen Seite hatte der eingewechselte Marco Richter (65.) nach Pass von Jonathan Schmid im Strafraum die Ruhe gegen zwei VfL-Verteidiger einen Lupfer anzusetzen, der gegen die Latte klatschte und Koen Casteels fast überrascht hätte. Die Gastgeber antworteten mit einem fulminanten Rechtsschuss von Paul Jaeckel (66.), der ebenfalls gegen die Querlatte knallte. Weitere gute Chancen folgten doch William (67.) oder auch Divock Origi (72.) mit einem Kopfball aus kurzer Distanz vermochten es nicht, den entscheidenden Treffer zu setzen. Die Augsburger stabilisierten sich wieder und erst in der Nachspielzeit hätte Paul Verhaegh (90.+2) fast noch gegen seine ehemaligen Kameraden getroffen. Doch Marwin Hitz war auf dem Posten und rettete den Gästen den durchaus verdienten Auswärtspunkt, da sie es auch in Unterzahl schafften, immer mal wieder für gefährliche Momente in der VfL-Hälfte zu sorgen.

Zahlen und Fakten zum Spiel:

VfL Wolfsburg: Casteels – Jaeckel, Knoche, Uduokhai – Verhaegh, Arnold, Bazoer (61. Origi), William (84. Steffen) – Didavi, Malli – Dimata (80. Osimhen)

FC Augsburg: Hitz – Gouweleeuw, Khedira, Hinteregger – Koo – Schmid, Moravek, Gregoritsch, Max – Caiuby, Cordova (46. Richter/90.+3 Kacar)

Tore: Keine

Gelbe Karten: – / Gregoritsch, Koo

Gelb-Rote Karte: Moravek (54.), Uduokhai (86.)

Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg)

Zuschauer: 23.512 am Freitagabend in der Volkswagen Arena