Wölfe sind die Remiskönige – Später Ausgleich in der Nachspielzeit

Wolfsburg. Vor 23.514 Zuschauern in der VW-Arena trennten sich der VfL Wolfsburg und die TSG 1899 Hoffenheim mit 1:1 (0:0). Felix Uduokhai rettete den Wölfen mit einem Kopfball nach einer Ecke von Daniel Didavi in der Nachspielzeit zumindest ein weiteres Remis.

Die Wölfe mit drei Änderungen in der Startelf im Vergleich zum Auswärts-Auftritt bei Bayer04 Leverkusen. Gian-Luca Itter rückte wieder auf die Position in der linken Viererkette, Yannick Gerhardt war dafür wieder auf der Bank. Zudem begannen Landry Dimata und Daniel Didavi für Josuha Guilavogui und Yunus Malli. VfL-Cheftrainer Martin Schmidt hatte ein „spektakuläres Spiel“ angekündigt und setzte somit auf eine offensivere Ausrichtung seines Teams.

Doch in der dritten Minute hätten die Gäste aus Hoffenheim schon in Führung gehen können, doch Florian Grillitisch vergab nach Pass von Mark Uth aus aussichtsreicher Position. In der zehnten Minute riss Stefan Posch am kurzen Pfosten im Zweikampf mit Landry Dimata leicht am Körper des Stürmers und Schiedsrichter Felix Zwayer entschied auf Foulelfmeter, den er auch nach Prüfung der Videobilder so beließ. Maximilian Arnold nahm sich selbstbewusst den Ball, vergab aber diese besondere Chance (11.). Er hatte mit Vollspann auf die Mitte gezielt, aber Oliver Baumann im Tor der Gäste konnte mit einem Reflex den Ball noch mit dem Fuß entschärfen.

Das Spiel weitestgehend ausgeglichen, wurde aber über den Ballbesitz zunehmend von den Wölfen bestimmt. Ein Didavi-Freistoß (37.) zwang den guten TSG-Keeper Baumann zu einer Glanzparade. Kurze Zeit später in der 38. Minute wäre er machtlos gewesen, aber der Linksschuss von Divock Origi knallte gegen das Aluminium. So trauerte der VfL zur Pause doch dem vergebenen Foulelfmeter hinterher.

Zur zweiten Halbzeit erneut Hoffenheim in der 53. Minute mit einer guten Chance durch Kramaric. Doch sein Diagonalschuss rauschte knapp am linken Pfosten vorbei. Kurz nach der Einwechselung von Yunus Malli , gleich ein guter Abschluss von ihm, doch erneut ist der Gäste-Torwart auf dem Posten. Nach unglücklichem Foul von Marcel Tisserand machte es die TSG besser und verwandelte ihren Foulelfmeter durch Kerim Demirbay (73.) sicher zur Führung der Gäste. Kurz zuvor hatte VfL-Cheftrainer Martin Schmidt den wieder einsatzbereiten Mario Gomez für Divock Origi (70.) eingewechselt. Ein positionsgleicher Tausch, der das letzte Risiko vermissen ließ, was beim Stande von 0:0 aber nachvollziehbar war. Minuten später wäre wahrscheinlich ein anderer Spieler vom Feld genommen worden. Sonderlich viel passierte aber nicht, da die TSG immer wieder geschickt für Entlastung sorgte.

In der Nachspielzeit krönte der junge Innenverteidiger Felix Uduokhai seine erneut sehr ordentliche Leistung und setzte sich im Luftduell entscheidend gegen drei Hoffenheimer durch und traf zum glücklichen Ausgleich (90+2.).

Zahlen und Fakten zum Spiel:

VfL Wolfsburg: Casteels – Verhaegh, Tisserand, Uduokhai, Itter (81. Gerhardt) – Camacho, Arnold – Blaszczykowski, Didavi, Dimata (57. Malli) – Origi (70. Gomez)

TSG 1899 Hoffenheim: Baumann – Posch (46. Akpoguma), Vogt, B. Hübner – Kaderabek, Zuber (69. Schulz) – Demirbay, Grillitsch – Uth, Kramaric – Wagner

Tore: 0:1 Demirbay (73., Foulelfmeter), 1:1 Uduokhai (90.+1)

Besonderes Vorkommnis: Baumann pariert Foulelfmeter von Arnold (11.)

Gelbe Karten: Malli / Posch, Demirbay, B. Hübner

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

Zuschauer: 23.514 am Sonntagabend in der Volkswagen Arena